Agenturmeldungen

Studie: Vermischung von Arbeit und Freizeit verursacht Erschöpfung

15.12.2017

Berlin (dpa) - Am Abend noch schnell telefonieren und am Wochenende

E-Mails checken: Wer Arbeit und Freizeit nicht klar trennt, ist

schneller erschöpft und gefährdet sein Wohlbefinden. Zu diesem

Ergebnis kommt eine Studie der Universität Zürich, die in der

Fachzeitschrift «Business and Psychology» veröffentlicht ist. Die

Vermischung von Beruflichem und Privatem führe dazu, dass sich

Arbeitnehmer schlechter erholen könnten. Deshalb seien sie weniger

produktiv und kreativ.

 

Das Team um die Psychologin Ariane Wepfer hatte 1916 Angestellte

verschiedener Branchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

befragt. Mehr als 50 Prozent der Teilnehmer arbeiteten 40 Stunden in

der Woche oder mehr. Sie wurden unter anderem gefragt, wie häufig sie

Arbeit mit nach Hause nehmen, wie häufig sie an Wochenenden arbeiten

und wie oft sie in der Freizeit an ihre Arbeit denken.

 

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Teilnehmer, die keine klare

Trennung von Job und Freizeit pflegen, weniger häufig entspannenden

Aktivitäten nachgehen. Zeit mit der Familie, Sport oder andere Hobbys

würden dann hintenan gestellt.

 

«Für die Entspannung ist es wichtig, dass man sich gedanklich

komplett von der Arbeit löst», sagt Wepfer. «Man sollte sich mehr den

Dingen im Hier und Jetzt widmen. Ich selber habe mein Handy so

eingestellt, dass es nicht bei jeder eingehenden E-Mail klingelt.»

 

Außerdem hält es Wepfer für wichtig, dass Arbeitgeber keine ständige

Erreichbarkeit verlangen. «Führungskräfte sollten ihre Mitarbeiter

ermutigen, Feierabend zu machen. Wenn die Führungskraft eine klare

Trennung von Arbeit und Freizeit vorlebt, fällt es auch den

Mitarbeitern leichter.»

 

In der Studie heißt es, Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit müssten

so gezogen werden, dass das Wohlbefinden nicht geschwächt wird. Denn

schlechtes Wohlbefinden führe letztlich zu reduzierter Produktivität

und Kreativität.

 

Um das Wohlbefinden messen zu können, berücksichtigten die

Wissenschaftler, wie stark sich die Teilnehmer physisch und emotional

erschöpft fühlten. Außerdem fragten sie nach der Wahrnehmung einer

Balance zwischen Arbeit und Freizeit.

 

Am Abend noch schnell telefonieren und am Wochenende

E-Mails checken: Wer Arbeit und Freizeit nicht klar trennt, ist

schneller erschöpft und gefährdet sein Wohlbefinden. Zu diesem

Ergebnis kommt eine Studie der Universität Zürich, die in der

Fachzeitschrift «Business and Psychology» veröffentlicht wurde. Die

Vermischung von Beruflichem und Privatem führe dazu, dass sich

Arbeitnehmer schlechter erholen könnten. Außerdem seien sie weniger

produktiv und kreativ.

 

Das Team um die Psychologin Ariane Wepfer hatte 1916 Angestellte

verschiedener Branchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

befragt. Mehr als 50 Prozent arbeiteten 40 Stunden in der Woche oder

mehr. Die Teilnehmer wurden unter anderem gefragt, wie häufig sie

Arbeit mit nach Hause nehmen, wie häufig sie an Wochenenden arbeiten

und wie oft sie in der Freizeit an Berufliches denken.