Agenturmeldungen

Tübinger Firma soll Impfstoff gegen das Coronavirus finden

31.01.2020

Berlin (dpa) - Die Tübinger Biotechfirma CureVac soll eine führende
Rolle bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus
übernehmen. Dafür bekommt das Unternehmen zusätzliche Gelder. Über
die internationale Impfstoffinitiative CEPI (Coalition for Epidemic
Preparedness Innovations), an der auch Deutschland beteiligt ist,
werde CureVac 8,3 Millionen US-Dollar (rund 7,5 Millionen Euro) «für
die beschleunigte Impfstoffentwicklung und -herstellung sowie
klinische Studien» erhalten, hieß es am Freitag in einer gemeinsamen
Mitteilung beider Seiten und des Bundesforschungsministeriums in
Berlin.

«Wir entwickeln gerade einen Impfstoff, der nach erfolgreichen
präklinischen Studien rasch in klinischen Studien am Menschen
getestet werden könnte», sagte CureVac-Vorstand Mariola Fotin-Mleczek
am Freitag. Innerhalb von 16 Wochen soll das gelingen. «Das
Corona-Virus beunruhigt in diesen Tagen viele Menschen. Die
Entwicklung eines Impfstoffes ist ein äußerst wichtiger Beitrag, die
Erkrankung einzudämmen», sagte Bundesforschungsministerin Anja
Karliczek (CDU).

Forschungsinstitute rund um den Globus suchen mit Hochdruck nach
einem Impfstoff gegen das neue Coronavirus. Auch in Deutschland
arbeiten mehrere Wissenschaftler daran, etwa am Deutschen Zentrum für
Infektionsforschung (DZIF). Es dauere mindestens ein Jahr bis klar
ist, ob ein Mittel wirkt und sicher ist, schätzt Stephan Becker,
Direktor des Instituts für Virologie an der Philipps Universität
Marburg und Koordinator des Forschungsbereichs Neu auftretende
Infektionskrankheiten am DZIF.