Agenturmeldungen

Vogelgrippe nachgewiesen - Wie gefährlich ist das Virus?

16.12.2014

Cloppenburg/Hannover (dpa) - Nach dem Nachweis eines Vogelgrippe-Virus in Niedersachsen werden an diesem Dienstag weitere Untersuchungsergebnisse erwartet.

Spezialisten des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems sollen feststellen, um welchen Virus-Subtypen es sich handelt und wie gefährlich er ist.

Die Krankheit war am Montag auf einem Puten-Hof im Kreis Cloppenburg aufgetreten. Knapp 20 000 Tiere auf dem Hof müssen nun getötet werden.

Ob es sich um die gefährliche Vogelgrippe H5N8 wie jüngst in Mecklenburg-Vorpommern handelt, müssen nun die Untersuchungsergebnisse zeigen. Alleine im Kreis Cloppenburg werden knapp 13,5 Millionen Puten und Hühner gehalten. Niedersachsen ist mit rund 100 Millionen Stück Geflügel der wichtigste Geflügelproduzent in Deutschland.

Für den gesamten Landkreis Cloppenburg wird eine Überwachungszone eingerichtet worden. Seit Mitternacht sollen für 72 Stunden alle Transporte von Geflügel zu oder von Betrieben im Kreis untersagt bleiben. Der betroffene Hof liegt nach Angaben des Bauernverbandes im Raum Barßel im nördlichen Landkreis Cloppenburg.

Die gefährliche Vogelgrippe H5N8 wurde in Deutschland Anfang November erstmals auf einem Hof in Mecklenburg-Vorpommern und ab Mitte des Monats auch auf Betrieben in den Niederlanden nachgewiesen.

Der Subtyp war zuvor nur in Asien aufgetreten. Auch Großbritannien meldete einen Ausbruch. Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in den Niederlanden hatten etliche Landkreise in Niedersachsen bereits eine Stallpflicht für Geflügel erlassen, um eine Übertragung zu erschweren.