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Zahlen und Fakten rund um die Organspende

06.06.2015

Berlin/Hannover (dpa) - Mehr als 10 000 schwer kranke Menschen in Deutschland warten auf ein Spenderorgan, die meisten von ihnen auf eine neue Niere. Um zu überleben, ist die Transplantation ihre einzige Hoffnung. Doch angesichts mehrerer Skandale waren die Zahlen in den vergangenen Jahren rückläufig.

Wie viele Organspender gab es im vorigen Jahr?

Nach Angaben der Deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) haben 2014 bundesweit 864 Menschen Organe gespendet - Lebendspender nicht mitgerechnet. Im selben Zeitraum 2013 waren es 876, im Jahr 2012 noch 1046. Damit kamen 2014 in Deutschland 10,7 Spender auf eine Million Einwohner.

Wie viele Organe wurden entnommen?

Bundesweit insgesamt 2989 - an erster Stelle Nieren (1481). Es folgen Leber (763), Lunge (330), Herz (294), Bauchspeicheldrüse (114) und Dünndarm (7). 2010 waren noch mehr als 4200 Organe gespendet worden. Das Transplantationsgesetz schreibt den Hirntod als Voraussetzung für die Entnahme von Organen zwingend vor.

Wie läuft die Vermittlung ab?

Zuständig ist die Stiftung Eurotransplant mit Sitz in den Niederlanden. Voraussetzung ist, dass der Patient auf der Warteliste eines Transplantationszentrums steht. Dabei kommt es vor allem auf Erfolgsaussicht und Dringlichkeit der Verpflanzung an. Eurotransplant ist für die Vermittlung aller Organe zuständig, die in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Slowenien, Kroatien und Ungarn entnommen werden.