Agenturmeldungen

AOK fordert elektronische Gesundheitskarte für Flüchtlinge

22.09.2015

Berlin (dpa) - Der AOK-Bundesverband hat Bund und Länder aufgerufen, die elektronische Gesundheitskarte (eGK) für Flüchtlinge flächendeckend einzuführen. Mit Blick auf den Flüchtlingsgipfel an diesem Donnerstag in Berlin plädierten die Interimsvorstände des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch und Frank Michalak, für ein möglichst schlankes, wirtschaftliches und umsetzbares Verfahren. «Das geht nur mit dem einheitlichen Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte. Alles andere löst keine Probleme, sondern verlagert sie nur», unterstrich Litsch. 

Michalak erklärte, vom Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) profitierten alle Beteiligten: Flüchtlinge, Ärzte und Kommunen. «Nach allen Erfahrungen, die wir bisher mit dem Einsatz der eGK gemacht haben, sind die oft geäußerten Befürchtungen einer Leistungsausweitung völlig unberechtigt», erklärte Michalak weiter.

Litsch fügte hinzu: «Die eGK ermöglicht den Flüchtlingen einen diskriminierungsfreien Zugang zur notwendigen medizinischen Versorgung, garantiert den Ärzten und Krankenhäusern ohne Verwaltungsaufwand die Vergütung und entlastet die Kommunen von überflüssiger Bürokratie.»