Agenturmeldungen

Bayern für mehr Qualitätsaspekte bei Krankenhausplanung

05.12.2014

Berlin (dpa) - Bei der Krankenhausplanung sollen nach den Worten der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) künftig Qualitätsaspekte verstärkt berücksichtigt werden.

Das gelte auch für die Vergütung, sagte Huml der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die voraussichtlich letzte Sitzung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Krankenhausreform am Freitag in Berlin. Im Gespräch ist dabei, auf Qualitätsunterschiede der Patientenversorgung in Krankenhäusern mit Zu- und Abschlägen zu reagieren. Allerdings dürfte es schwierig werden, belastbare Qualitätskriterien zu erarbeiten, sagte Huml.

«Ein weiteres wichtiges Thema ist die wohnortnahe stationäre Versorgung. Nicht nur in Ballungsräumen, sondern auch in ländlichen Regionen muss die Krankenhausversorgung der Bevölkerung gewährleistet sein», sagte die CSU-Politikerin.

Vor dem gegen Mittag beginnenden Gespräch sei vor allem die Finanzierungsfrage der Reform offen, sagte Huml, ohne hierzu genauere Angaben machen zu wollen. Im Gespräch ist dem Vernehmen nach eine Milliarde Euro für einen Investitions- oder Strukturfonds, der mit 500 Millionen aus dem Gesundheitsfonds gespeist und mit 500 Millionen von den Ländern kofinanziert werden soll. Mit diesem Fonds sollen Umwidmungen von Abteilungen bis hin zu Standortschließungen finanziert werden.