Agenturmeldungen

Bericht: Weniger Pflegeanträge werden abgelehnt

31.07.2017

Berlin (dpa) - Seit Inkrafttreten der Pflegereform am Jahresanfang
werden nach einem Zeitungsbericht weniger Pflegeanträge abgelehnt als
früher. In den ersten fünf Monaten des Jahres hätten die
Medizinischen Dienste der Krankenkassen 349 337 Erstgutachten
erstellt, bei 70 106 Versicherten sei kein Pflegegrad festgestellt
worden, schreibt die «Nordwest-Zeitung» (Montag). Das seien 20,1
Prozent aller Anträge gewesen. Vor Einführung der Reform seien noch
30 Prozent der Erstantragsteller abgelehnt worden.

Die Zeitung beruft sich auf die Antwort des
Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im
Bundestag. Demnach wurden gut 25 Prozent der Erstantragsteller in den
ersten fünf Monaten 2017 in Pflegegrad 1 eingestuft. Sie hätten damit
Anspruch auf maximal 125 Euro pro Monat für Betreuungs- und
Entlastungsleistungen. Die Linke monierte, dass damit fast jeder
zweite Erstantragsteller ohne professionelle Pflegeleistungen bleibe.