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BGH: Laser-Operation kann Fall für Krankenversicherung sein

31.03.2017

Karlsruhe (dpa) - Eine private Krankenversicherung muss die Kosten
für eine Laser-Operation der Augen nach einer Entscheidung des
Bundesgerichtshofs (BGH) unter bestimmten Umständen übernehmen. Der
IV. Zivilsenat verwies den Rechtsstreit zwischen einer Patientin und
einer Krankenversicherung mit einem am Donnerstag veröffentlichten
Urteil vom Mittwoch an das Landgericht Heidelberg zurück. Dies müsse
jetzt klären, ob die bei der Frau durchgeführte sogenannte
Lasik-Operation zur Beseitigung einer Kurzsichtigkeit eine
medizinisch notwendige Heilbehandlung war. Die Frau möchte die Kosten
von rund 3500 Euro erstattet haben. (IV ZR 533/15)

Der BGH entschied, dass eine Fehlsichtigkeit auf beiden Augen von -3
und -2,75 Dioptrien eine Krankheit ist und der private Versicherer
bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen die Kosten einer
Lasik-Operation tragen muss. Die Richter wiesen darauf hin, dass die
Notwendigkeit der Heilbehandlung nicht allein deshalb verneint werden
könne, weil das Tragen von Brille oder Kontaktlinsen üblich sei. Das
Tragen von Sehhilfen sei keine Heilbehandlung. In den Vorinstanzen
war die Klägerin gescheitert.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung und die beklagte
Versicherung wollte sich zunächst nicht zu dem Urteil äußern und die
Urteilsbegründung abwarten.