Agenturmeldungen

Bislang 465 Grippe-Tote in aktueller Saison

08.03.2017

Berlin (dpa) - In Deutschland sind seit Oktober 465 Menschen nach
einer Infektion mit Grippe-Viren gestorben. Die große Mehrheit (94
Prozent) der Patienten war über 60 Jahre alt, teilte die
Arbeitsgemeinschaft Influenza am Mittwoch mit. Mehr als 200
Grippetote waren 80 Jahre und älter. Oft traf die Infektion dabei mit
Vorerkrankungen zusammen. Die Zahl Toten kann bei den einzelnen
Grippewellen stark schwanken. Die meisten Todesfälle in den
vergangenen Jahren gab es mit geschätzten 21 300 in der Grippesaison
2014/15. Doch auch bei moderaten Grippewellen gibt es Todesfälle
durch Influenza.

Die diesjährige Grippewelle hat ihren Höhepunkt insgesamt
überschritten, Entwarnung gibt es aber noch nicht. So seien für die
letzte Februarwoche bislang 6222 bestätigte Influenza-Fälle an das
Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt worden, teilte die
Arbeitsgemeinschaft Influenza mit. In der Vorwoche waren es noch
13 238. Seit dem frühen Beginn der Saison im Oktober wurden insgesamt
rund 101 000 bestätigte Fälle registriert. Die tatsächlichen Zahlen
nicht im Labor bestätigter Fälle dürften deutlich höher liegen.

Typisch für eine echte Grippe sind nach Angaben des RKI ein plötzlich
einsetzendes starkes Krankheitsgefühl, verbunden mit Fieber, Muskel-
und Kopfschmerzen. Später komme auch trockener Reizhusten hinzu. Laut
RKI ist eine Impfung die wichtigste Schutzmaßnahme. Allerdings lassen
sich in Deutschland relativ wenige Menschen gegen Grippe impfen.