Agenturmeldungen

Bundestag beschließt Gesetz zur Arzneimittelversorgung

09.03.2017

Berlin (dpa) - Der Bundestag hat das Gesetz zu Stärkung der
Arzneimittelversorgung in Deutschland verabschiedet. Der
Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sieht unter
anderem vor, dass Ärzte schneller und genauer über die Nutzen neuer
Medikamente via Praxissoftware informiert werden. Somit sollen
innovative Präparate schneller beim Patienten ankommen. Die
Entwicklung von Medikamenten speziell für Kinder soll vorangetrieben
werden.

Die Koalitionsfraktionen stimmten am Donnerstag im Bundestages für
das Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz, die Grünen waren dagegen,
die Linksfraktion enthielt sich. Der Bundesrat muss dem Gesetz nicht
zustimmen. Gröhe erklärte, Patienten sollten sich auch in Zukunft auf
eine hochwertige und bezahlbare Arzneimittelversorgung verlassen
können.

Nach dem Gesetz werden zudem Pharmaunternehmen verpflichtet, bei
Kenntnisse über Lieferengpässe bei bestimmten Arzneimitteln sofort
Krankenhäuser zu informieren. Um Lieferengpässe von vorneherein zu
vermeiden, erhalten die zuständigen Behörden die Möglichkeit, von
Herstellern Informationen zu Absatzmengen und Verschreibungsvolumen
des betreffenden Arzneimittels zu fordern.