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CDU-Politiker Spahn zu Sterbehilfe: «Der Tod ist keine Ware»

13.11.2014

Berlin (dpa) - Der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn sieht keine Notwendigkeit, die gesetzlichen Regelungen für Ärzte im Umgang mit sterbenskranken Menschen neu zu regeln. Spahn sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa: «Es braucht hier keine weitere Verrechtlichung des individuellen Arzt-Patienten-Verhältnisses, egal, was wir da tun, es wird eine schiefe Bahn eröffnen.» Am Donnerstag steht im Bundestag erstmals eine große Debatte zum Thema Sterbebegleitung und Sterbehilfe an.

Spahn bekräftigte die Position der Unionsmehrheit, es dürfe «kein gewerbliches Angebot oder gar Straßenwerbung für Sterbehilfe geben. Der Tod ist keine Ware». Die Beihilfe zum Suizid dürfe auch nicht den Eindruck selbstverständlichen ärztlichen Handelns bekommen, «quasi gleich mit Abrechnungsziffer». Grundsätzlich sei es aber gut, dass sich der Bundestag in einer breiten Diskussion mit diesem Thema auseinandersetze, das so viele Menschen in Deutschland bewege.