Agenturmeldungen

Etwas stärkere Senkung des Krankenkassenbeitrags 2019 möglich

26.10.2018

Berlin (dpa) - Für viele gesetzlich Krankenversicherte könnten die
Beitragsentlastungen zum neuen Jahr etwas stärker ausfallen als
bisher beschlossen. Das Bundesgesundheitsministerium will am Freitag
bekanntgeben, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag im Vergleich
zu diesem Jahr um 0,1 Punkte auf 0,9 Prozent des Bruttolohns sinkt.

Ressortchef Jens Spahn (CDU) sagte, die Wirtschaft laufe gut, daher
gehe es auch der Gesetzlichen Krankenversicherung so gut wie selten.
«Davon sollen auch die Beitragszahler profitieren.» Ziel sei, dass
unter dem Strich alle Versicherten mehr Netto in der Tasche haben.

Die tatsächliche Höhe ihres jeweiligen Zusatzbeitrags für 2019 legen
die Krankenkassen nun erst noch selbst fest. Je nach Finanzlage
dürfen sie vom Durchschnittswert abweichen. Der gesamte Beitrag
umfasst daneben auch den allgemeinen Satz von derzeit 14,6 Prozent.

Vom Bundestag bereits beschlossen ist eine Entlastung für alle
Beitragszahler zum 1. Januar 2019. Ab dann wird auch der bisher von
den Kassenmitgliedern allein zu tragende Zusatzbeitrag zur Hälfte von
den Arbeitgebern bezahlt - so wie der allgemeine Satz. Damit werden
Arbeitnehmer und Rentner um 6,9 Milliarden Euro jährlich entlastet.

Den Spielraum für eine Senkung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags
hatte der zuständige Schätzerkreis von Bundesgesundheitsministerium,
Bundesversicherungsamt und Spitzenverband der Gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) kürzlich bekanntgegeben.