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Hausärzte: Patientensteuerung muss bei Hausärzten liegen

29.03.2016

Berlin (dpa) - Die Hausärzte in Deutschland sehen sich als erste Anlaufstelle zur Patientensteuerung. «Die hohe Anzahl unnötiger Arzt-Patienten-Kontakte oder die vielen überflüssigen Krankenhausaufenthalte, werden nur dann nachhaltig gelöst werden, wenn wir ein frei wählbares hausärztliches Primärarztsystem flächendeckend umsetzen», sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, der Deutschen Presse-Agentur. Er fügte hinzu: «Wir setzen das mit den Verträgen zur Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) bereits für vier Millionen Patienten um.»

«Das Koordinieren von Behandlungsabläufen, das Zusammenführen von verschiedenen Diagnosen und Medikationen, das Berücksichtigen von komplexen Wechselwirkungen - diese Kompetenzen fallen nicht vom Himmel, sondern müssen erlernt werden. Diese Arbeit können ausschließlich Hausärzte leisten, denn sie sind die einzigen, die dafür in ihrer Weiterbildung auch qualifiziert wurden», argumentierte Weigeldt.