Agenturmeldungen

Krankenhausgesellschaft verlangt Ausnahmen bei Krankenhausreform

29.03.2017

Berlin (dpa) - Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat
Ausnahmeregelungen bei der 2016 in Kraft getretenen
Krankenhausstrukturreform gefordert. So solle es zwar Zuschläge für
besonders gute Leistungen von Häusern geben. Abschläge für schlechte
Leistungen seien aber «kein Instrument zur Qualitätsverbesserung»,
heißt es in einem Positionspapier für die Bundestagswahl im
September, das am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Außerdem solle auf Kliniken Rücksicht genommen werden, die zwar die
Anforderung an Mindestmengen bei einzelnen Leistungen nicht
erfüllten, gleichwohl aber eine hohe Qualität böten, hieß es weiter.
Das Krankenhausstrukturgesetz gibt vor, wie oft eine bestimmte
Behandlung in einer Klinik durchgeführt werden muss, damit sie diese
weiter anbieten darf. So soll sichergestellt werden, dass die Klinik
bei solchen Eingriffen ausreichend Erfahrung hat.

Für die neuen Qualitätskontrollen vor Ort dürfe nicht der von den
Krankenkassen finanziell abhängige Medizinische Dienst der
Krankenversicherung (MDK) zuständig sein, verlangt die DKG. Diese
Aufgabe sollte Krankenkassen und Leistungserbringern gemeinsam auf
Landesebene übertragen werden.

Auch die Überprüfung der Qualitätssicherung bei niedergelassenen
Ärzten müsse transparenter gestaltet werden. Es gehe um eine
Qualitätssicherung, die für den stationären wie den ambulanten Sektor
gemeinsam weiterentwickelt werden müsse.