Agenturmeldungen

Länder-Gesundheitsminister wollen Impfmüdigkeit entgegenwirken

24.05.2016

Schwerin (dpa) - Die Gesundheitsminister der Länder sagen der Impfmüdigkeit in Deutschland den Kampf an. Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchefin Birgit Hesse (SPD), die zu Beginn des Jahres den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz übernommen hatte, berief dazu am Montag in Schwerin eine «Nationale Lenkungsgruppe Impfen».

Gemeinsames Ziel sei es, die Impfraten bundesweit deutlich zu erhöhen.

 Nach ihren Angaben sind in Mecklenburg-Vorpommern 96 Prozent aller Schulanfänger gegen Mumps, Masern und Röteln geimpft. Daneben erreiche nur noch Brandenburg die von der Weltgesundheitsorganisation WHO geforderte Impfrate von 95 Prozent, die zur Eliminierung dieser Infektionskrankheiten führen soll.

«Aber zwei Bundesländer und eine Altersgruppe machen Deutschland noch zu keinem Ort der Impf-Glückseligen. Es gilt, den Impfschutz von Jugendlichen und Erwachsenen zu verbessern», betonte Hesse.

Ende 2015 hatte sich die Ministerkonferenz auf die Fortschreibung des Nationalen Aktionsplans zur Elimination von Masern und Röteln verständigt. Impfmüdigkeit und der Zuzug von Flüchtlingen hatten dem Thema neue Aktualität verliehen.