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Langzeit-Studie: Zehn Jahre jünger durch Sport

17.10.2017

Karlsruhe (dpa) - Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt

zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. Das zeigt eine aktuelle

Auswertung der Langzeitstudie «Gesundheit zum Mitmachen», die am

Dienstag am Karlsruher Institut für Sport und Sportwissenschaft des

Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) vorgestellt wurde. Diese

untersuchte unter anderem Aktive und Nicht-Aktive im mittleren

Erwachsenenalter. «An unseren Daten sieht man: Der 50-jährige Aktive

ist so fit wie der 40-jährige Inaktive», erklärte Professor Klaus

Bös, der die Studie gemeinsam mit Alexander Woll koordiniert.

 

Außerdem lasse sich feststellen, dass mit fortschreitendem Alter zwar

die Zipperlein zunähmen - die Gesundheitssportler seien allerdings

deutlich seltener betroffen. Wer weniger als zweieinhalb Stunden pro

Woche sportlich aktiv ist, erkranke zudem beispielsweise viermal so

häufig an Diabetes. Für Studie werden seit dem Jahr 1992 in Schönborn

(Kreis Karlsruhe) rund 500 Frauen und Männer zwischen 35 und

inzwischen 80 Jahren begleitet.

 

Insgesamt zeige sich, dass die körperliche Aktivität der Probanden

über die Jahre zwar zugenommen habe. Noch nicht mal die Hälfte

erreichten jedoch die aktuellen Bewegungsempfehlungen der

Weltgesundheitsorganisation (WHO) von zweieinhalb Stunden

wöchentlich.

 

Die Studienteilnehmer werden seit 1992 alle paar Jahre auf Kraft,

Beweglichkeit, Ausdauer oder Feinmotorik getestet. Außerdem werden

dabei etwa Blut- und Körperfettwerte sowie auch das seelische

Wohlbefinden ermittelt.