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Neue Schlaganfall-Therapie kann dauerhafte Schäden verhindern

04.05.2015

Glasgow (dpa) - Ein relativ neuer Eingriff bewahrt Ärzten zufolge viele Schlaganfallpatienten vor dauerhaften Behinderungen. Bei der sogenannten endovaskulären Therapie müsse man etwa vier bis sechs Patienten behandeln, um einem ein unabhängiges Leben zu ermöglichen, sagt Joachim Röther, Sprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. «In der Medizin ist das ein unglaublich gutes Ergebnis.»

Bei der Therapie, die in Deutschland bereits durchgeführt wird, schiebt ein Neuroradiologe einen Mikrokatheter bis zum betroffenen Blutgefäß und zieht das entstandene Gerinnsel heraus.

Eine wenige Wochen vor dem «Tag gegen den Schlaganfall» (10. Mai) in Glasgow vorgestellte Studie zeigt, dass mit dem neuen Eingriff nach 90 Tagen 60 Prozent der Patienten ohne funktionelle Beeinträchtigung waren. Bei herkömmlicher Therapie waren es nur 35 Prozent. Die Häufigkeit von Nebenwirkungen unterschied sich kaum.