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Özoguz: Pflege- und Gesundheitssystem für Einwanderer öffnen

17.11.2015

Berlin (dpa) - Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD) hat eine Öffnung des Pflege- und Gesundheitssystems für Menschen ausländischer Herkunft gefordert. «Niemand darf wegen sozialer, kultureller oder religiöser Gründe benachteiligt werden», sagte Özoguz am Dienstag beim Integrationsgipfel der Bundesregierung. «Gerade in der Altenpflege sind Kultursensibilität und Mehrsprachigkeit des Personals wichtig.»

Schon heute lebten mehr als 1,5 Millionen Senioren mit Einwanderungsbiografien in Deutschland, sagte Özoguz. Diese Zahl werde auf schätzungsweise 3,5 Millionen im Jahr 2032 steigen. «Sie alle brauchen ein Gesundheitswesen, das interkulturell offen ist.» Auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) diskutierten beim Integrationsgipfel in Berlin über 100 Experten und Vertreter von Verbänden, Bund, Ländern und Kommunen.