Agenturmeldungen

Patienten können sich Medikationsplan erstellen lassen

02.10.2016

Berlin (dpa) - Seit Samstag (1. Oktober) hat jeder gesetzlich Krankenversicherte, der drei oder mehr Arzneimittel nehmen muss, Anspruch auf einen Medikationsplan durch einen Arzt oder Apotheker. Darin werden alle Arzneimittel, die Patienten anwenden, mit Dosierungs- und Einnahmehinweisen übersichtlich und verständlich dokumentiert.  

Erstellung und Aktualisierung des Medikationsplans sollen in der Regel durch den Hausarzt erfolgen. Bei Patienten, die keinen Hausarzt haben, muss dies der Facharzt übernehmen. Apotheker sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Anfang an mit einbezogen. Zunächst wird dieser Plan auf Papier erstellt. Von 2018 an soll er dann elektronisch von der Gesundheitskarte abrufbar sein.

- Am Samstag trat auch ein neuer deutsch-tschechischer Polizeivertrag in Kraft. Im Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität bekommen Polizisten aus Deutschland und Tschechien zusätzliche Befugnisse im jeweiligen Nachbarland. Ab sofort können deutsche und tschechische Polizeibeamte in ganz Sachsen und Bayern auch bei Ordnungswidrigkeiten eng und unmittelbar mit ihren tschechischen Kollegen zusammenarbeiten.

- Für Vertragskündigungen sind seit Samstag keine eigenhändig unterschriebenen Briefe mehr notwendig. Es gilt nur noch die «Textform». Das heißt: Jeder kann zum Beispiel seinen Handy-Vertrag auch per E-Mail oder Fax kündigen. Die sogenannte Schriftform, die aus Text und Unterschrift besteht, darf nicht mehr in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen gefordert werden. Eine Ausnahme gilt bei notariell beurkundeten Verträgen.