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PKV sieht sich wieder in leichtem Aufwind

26.01.2017

Berlin (dpa) - Nach jahrelangen Rückgängen bei der Zahl der
Vollversicherten sieht sich die Private Krankenversicherung
(PKV) jetzt wieder im Aufwind. Erstmals seit 2012 habe die PKV in der
zweiten Hälfte des vergangenen Jahres wieder einen positiven Saldo
bei den Neuzugängen verzeichnet, erläuterte der Vorsitzende des
PKV-Verbandes, Uwe Laue, am Donnerstag in Berlin.

«Im Gesamtjahr 2016gab es nur noch ein leichtes Minus von 0,2 Prozent. Die Zahl der
Vollversicherten verringerte sich gegenüber 2015 um 17 300 auf
insgesamt 8,77 Millionen Personen.» Seit dem Tiefpunkt 2013, als
66 200 oder 0,7 Prozent der Versicherten die PKV verlassen hätten,
gehe es Jahr für Jahr etwas aufwärts.

Zudem setze sich der Trend zu privater Vorsorge fort, um den
Leistungsumfang der Gesetzlichen Krankenversicherung aufzustocken,
erklärte Laue. In der Zusatzversicherung sei die Zahl der Verträge um
1,3 Prozent auf insgesamt 25,1 Millionen gestiegen. Die Gesamtzahl
der Voll- und Zusatzversicherungen legte demnach auf 33,87 Millionen
zu.

Die Erholung zeige sich auch in der ausgeglichenen Wechselbilanz
zwischen PKV und GKV. 2016 entschieden sich insgesamt 121 000
Personen für einen Wechsel aus der GKV in die PKV. Umgekehrt waren es
120 000 Personen, sagte Laue anlässlich der Pressekonferenz des
Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft.