Agenturmeldungen

Rentenkasse verzeichnet Minus von 2,2 Milliarden Euro

26.06.2017

Rentenkasse mit Milliarden im Minus - ein Grund zur Sorge? Die
Rentenversicherung beteuert: Die Lage ist gar nicht so schlecht.

Berlin (dpa) - Die Rentenkasse hat im vergangenen Jahr ein Minus von
2,2 Milliarden Euro eingefahren. Die Ausgaben lagen bei 282,7
Milliarden, die Einnahmen bei 280,5 Milliarden Euro, wie die Deutsche
Rentenversicherung Bund am Montag in Berlin mitteilte. Die «Ruhr
Nachrichten» hatten zuvor unter Berufung auf die Kabinettsvorlage zum
Entwurf für den Bundeshalt 2018 darüber berichtet.

Die Rentenversicherung führt die Entwicklung unter anderem auf die
Kosten zurückliegender Reformschritte zurück - etwa die Einführung
der Mütterrente. Auch die Rentenerhöhung 2016 schlage zu Buche.

Das Minus fiel gegenüber dem Vorjahr um gut 600 Millionen Euro höher
aus. 2014 hatte die GRV noch einen Überschuss von 3,16 Milliarden
Euro erzielt, 2015 rutschte sie dann mit 1,59 Milliarden Euro in die
roten Zahlen. Ein Anstieg des Beitragssatzes von derzeit 18,7 Prozent
ist dennoch nicht vorgesehen. Er könne bis 2021 stabil bleiben, so
die Rentenversicherung.

«Diese Entwicklung ist nicht Ausdruck einer schlechten Lage der
Rentenversicherung, sondern Folge des gesetzlich vorgegebenen und
geplanten Abbaus der Rücklagen», so die Rentenversicherung. Diese
lagen Ende vergangenen Jahres bei 32,4 Milliarden Euro. Die Einnahmen
aus Pflichtbeiträgen sind im letzten Jahr um über vier Prozent
gestiegen.