Agenturmeldungen

Service-Hotline für Kassenpatienten soll bekannter werden

30.08.2019

Berlin (dpa) - Bei dringenden Gesundheitsproblemen und der Suche nach
freien Arztterminen sollen sich künftig mehr Kassenpatienten auch an
eine bundesweite Telefon-Hotline wenden. Dafür soll die bisherige
Bereitschaftsdienst-Nummer 116 117 mit einer Werbekampagne bekannter
gemacht werden. «Im vergangenen Jahr haben bereits sieben Millionen
Anrufer die Nummer gewählt, doch wir wollen mehr erreichen», sagte
der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas
Gassen, am Freitag zum Start der Kampagne. Darin treten zwei Elfen in
türkis- und pinkfarbenen Kostümen auf - die «Elf6» und «Elf7».

Zum 1. Januar 2020 wird die bisher außerhalb der Praxiszeiten zu
nutzende Bereitschaftsdienst-Nummer zu einem jederzeit erreichbaren
Service ausgebaut. Patienten mit akuten Anliegen sollen am Telefon
eine erste Einschätzung bekommen, wie dringlich sie behandelt werden
müssen - und je nachdem in eine Praxis oder eine Klinik weitergelotst
werden. Verzahnt werden soll dies mit bestehenden Servicestellen, die
Termine bei Fachärzten vermitteln. Künftig sollen auch Termine bei
Haus- und Kinderärzten zu haben sein, auch zur dauerhaften Betreuung.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßte die Aktion, die
Nummer bekannter zu machen. «Zu viele Patienten wissen immer noch
nicht, dass auch Ärzte außerhalb von Krankenhäusern nachts und am
Wochenende Notdienst anbieten.» Unter der 116 117 werde Patienten 24
Stunden an sieben Tagen in der Woche geholfen, auch Termine würden
künftig vermittelt. «So sorgen wir dafür, dass Patienten in Not die
passenden Ärzte finden», sagte Spahn.