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SPD will Nachbesserungen an Gröhes Versorgungsstärkungsgesetz

05.03.2015

Berlin (dpa) - Die SPD verlangt Nachbesserungen am Reformentwurf von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) für die künftige medizinische Versorgung in Deutschland. So sei die Befristung des Innovationsfonds im Versorgungsstärkungsgesetz auf die Jahre 2016 bis 2019 nicht nachvollziehbar, sagte die SPD-Gesundheitspolitikerin Sabine Dittmar der Deutschen Presse-Agentur.

Mit dem Fonds sollen in einem Gesamtvolumen von jährlich 300 Millionen Euro Innovationen in der Versorgung gefördert werden. Der Bundestag berät an diesem Donnerstag über die geplante Strukturreform der medizinischen Versorgung. 

Dittmar verlangte weiter, die aus den 1990er Jahren stammende Versorgungsplanung müsse endlich auf belastbare Daten gestellt werden. Zur Zeit rechne man mit 1600 Einwohnern auf einen Hausarzt.

Nicht berücksichtigt werde die Krankheitshäufigkeit in der jeweiligen Region oder deren Altersstruktur. Wichtig für eine Bedarfsplanung sei auch die Infrastruktur, die darüber entscheide, wie schnell ein Patient zum nächsten Arzt komme.

Andererseits sei das Leistungsangebot der Ärzte heute deutlich besser als vor 20 Jahren, als die Planung gemacht worden sei. Dittmar zeigte sich «verhalten optimistisch», dass Gröhe im parlamentarischen Verfahren noch zu Änderungen bereit sei.