Agenturmeldungen

Studie: Controlling von Krankenhäusern weiter ausbaufähig

01.02.2017

Berlin (dpa) - Die Datenerhebungen an Krankenhäusern zur besseren
Steuerung von Abläufen und Qualität ist zwar in den vergangenen
Jahren besser geworden - das sogenannte Controlling könnte aber noch
weiter ausgebaut werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch in
Berlin vorgestellte Studie. Nach Darstellung der Studienautoren
müssten die in den einzelnen Bereichen erhobenen Daten - etwa im
kaufmännischen oder medizinischen Controlling - besser verzahnt und
die Ergebnisse auf die Fachabteilungen heruntergebrochen werden.

Erfreulich sei, dass seit Erhebung der Daten 2011 die Zahl der
kaufmännischen und noch mehr der medizinischen Controller in
Krankenhäusern im Schnitt angehoben worden sei, hieß es. Mit der im
vergangenen Jahr in Kraft getretenen Krankenhausstrukturreform wird
das Thema Qualitätssteigerung und Qualitätskontrolle immer wichtiger.

Zudem gebe es beim Leistungsvergleich mit anderen Einrichtungen noch
deutliche Defizite. So zeige sich, dass große Häuser beim sogenannten
Benchmarking auf die Analyse ihrer Prozesse häufiger verzichteten.
Auch stelle sich die Frage, ob die Häuser geeignete
Vergleichseinrichtungen nutzten, um ihre Prozessabläufe zu
optimieren. Zudem nutzten Häuser, die einem Verbund oder Konzern
angehörten, die Vergleichsmöglichkeiten innerhalb ihrer Gruppe
intensiv und seien damit Einzelhäusern deutlich voraus.