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Studie: Viele Klinikpatienten bringen multiresistente Keime mit

15.08.2016

Köln (dpa) - Viele Krankenhauspatienten bringen einer neuen Studie zufolge bereits von zu Hause multiresistente Keime mit in die Kliniken. Mindestens 9,5 Prozent seien bei ihrer Ankunft mit Bakterien besiedelt, gegen die gängige Antibiotika nichts machen können, sagte der Forscher Axel Hamprecht von der Uniklinik Köln am Montag. Diese Größenordnung habe man so nicht erwartet.

Für die Studie wurden mehr als 4000 Erwachsene bei ihrer Klinikaufnahme mit Stuhlproben und Rektalabstrichen untersucht.

Besonderes Augenmerk sei dabei auf 3GCREB-Keime gelegt worden - multiresistente Darmbakterien. Im Ergebnis hätten von 4376 Erwachsenen 416 diese Keime getragen, also fast jeder zehnte.

Das Gros der Keime, die in Krankenhäusern für Infektionen sorgen, sind normalerweise harmlose Bakterien, mit denen viele Menschen besiedelt sind. Geraten sie jedoch in Blutbahn, Blase oder Lunge, können sie zur Gefahr werden. Sehr problematisch sind dabei die multiresistenten Keime. Gängige Antibiotika schlagen bei ihnen nicht mehr an. Die Therapie wird dadurch schwieriger.