Agenturmeldungen

Studien zur Gesundheit von Studenten - Daten und Fakten

01.07.2015

Berlin (dpa) - Die Techniker Krankenkasse hat im «Gesundheitsreport 2015» unter anderem psychische Probleme ihrer rund 190 000 eigenständig versicherten Studierenden untersucht. Außerdem befragte das Institut Forsa für den «TK-CampusKompass» 1000 repräsentativ ausgewählte Studenten zu ihrem Lebenswandel. Wichtige Ergebnisse 2013/14 im Überblick:

- 3 von 10 Studentinnen (29,24 Prozent) in Deutschland bekamen mindestens einmal im Jahr eine psychische Diagnose, bei ihren männlichen Kommilitonen 14,63 Prozent

- insgesamt waren 21,36 Prozent der Studierenden betroffen, also mehr als jeder Fünfte.

 - Depressionen wurden bei gut 10 Prozent der Studentinnen und bei 5 Prozent der männlichen angehenden Akademiker diagnostiziert.

- 4,3 Prozent nahmen psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch.

- Fast 4 Prozent bekamen 2014 Antidepressiva verordnet - 43 Prozent mehr als im Vergleichsjahr 2006. Auch hier waren Frauen (knapp 5 Prozent) häufiger betroffen als Männer (3).

- 55 Prozent der Studierenden empfinden regelmäßig Stress, ein weiteres Viertel steht unter Dauerstress. Die Hälfte der Studentinnen und 4 von 10 männlichen Studenten litten nach eigener Einschätzung unter stressbedingter Erschöpfung.

- Zu den wichtigsten Stress-Auslösern gehören Prüfungen (52 Prozent), der Lernstoff an sich (28), die Doppelbelastung durch Studium und Job (26), Angst vor schlechten Noten (26), die Sorge, hinterher keine Arbeitsstelle zu finden (23) sowie finanzielle Sorgen (20).