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Überfraktionelle Erklärung für verbesserte Suizidprävention

07.09.2016

Berlin (dpa) - Angesichts steigender Suizidraten machen sich Bundestagsabgeordnete aus verschiedenen Fraktionen für Gegenmaßnahmen stark. In einer gemeinsamen Erklärung, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde, werben Dirk Heidenblut (SPD), Birgit Wöllert (Linke) und Maria Klein-Schmeink (Grüne) für eine verbesserte Suizidprävention. So sollen die Hilfsangebote erweitert werden, damit Betroffene in einer Krise schneller Unterstützung finden. Zudem wollen die Parlamentarier verstärkt die Suiziderkennung in die Ausbildung von Gesundheitsberufen integrieren. 

Nachdem einem jahrelangen Rückgang steigt die Zahl der Suizide in Deutschland seit 2007 wieder an. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nahmen sich im Jahr 2014 bundesweit mehr als 10 000 Menschen das Leben. An sie erinnert der Welttag der Suizidprävention am 10. September.

«Menschen in scheinbar ausweglosen Krisensituationen dürfen nicht allein gelassen werden», sagte Wöllert. Heidenblut bezeichnete die hohe Suizidrate im Alter als besonders besorgniserregend.

Klein-Schmeink bemängelte, dass das Thema in der Gesellschaft noch immer tabuisiert werde. «Diese Tabus müssen wir überwinden, damit Betroffene sich trauen, Hilfe in Anspruch zu nehmen.»