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Verband: Manipulation bei Organvergabe steht jetzt klar unter Strafe

06.05.2015

Göttingen (dpa) - Nach dem Freispruch im Organspende-Prozess hat die Deutsche Transplantationsgesellschaft betont, dass Manipulationen wie in Göttingen inzwischen klar unter Strafe stehen. Nach dem Skandal verschärfte Regeln hätten dazu geführt, dass Verstöße mittlerweile klar definierte, strafrechtliche Konsequenzen hätten, teilte der Verband am Mittwoch mit.

Weil die Manipulationen 2012 noch nicht strafbar waren, sprach das Göttinger Landgericht den angeklagten Chirurgen frei, missbilligte sein Tun aber moralisch. Auch die Transplantationsgesellschaft distanzierte sich am Mittwoch erneut «auf das Schärfste» von den Vorgängen in der Göttinger Universitätsmedizin. Der Arzt hatte nach Überzeugung des Gerichts medizinische Daten manipuliert, damit seine Patienten bei der Vergabe von Spenderlebern bevorzugt wurden.