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Widmann-Mauz: Ärzte-Versorgung reformieren

05.03.2015

Berlin (dpa) - Die Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz (CDU), hat die geplante Strukturreform der medizinischen Versorgung gegen Ärztekritik verteidigt. Deutschland habe eine gute gesundheitliche Versorgung, deren Reform jetzt angegangen werden müsse, bevor es zu Engpässen komme, sagte Widmann-Mauz am Donnerstag im Bundestag bei der ersten Lesung des Versorgungsstärkungsgesetz. Sie vertrat Minister Hermann Gröhe (CDU), der an einer Grippe erkrankt ist.

Widmann-Mauz verwies auf die Ärzte-Kampagne gegen das Gesetz mit dem Slogan «Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum Arzt - und er ist nicht mehr da» und interpretierte ihn um. «Genau das ist das Problem, und das gehen wir mit diesem Versorgungsstärkungsgesetz an», sagte sie.

Mit Hilfe des Gesetzes soll unter anderem die Verteilung der Ärzte in Deutschland verändert werden. Überversorgung in Ballungsräumen soll entzerrt, Unterversorgung in ländlichen Regionen behoben werden. Zudem sollen die Kassenärztlichen Vereinigungen Terminservicestellen einrichten, die Patienten falls notwendig innerhalb von vier Wochen einen Termin bei einem Facharzt vermitteln sollen.