Agenturmeldungen

Versicherungen: Mängel in der IT-Sicherheit bei Ärzten und Apotheken

08.04.2019

Berlin (dpa) - Ärzte und Apotheken in Deutschland unternehmen nach einer Studie der Versicherungswirtschaft nicht genug zu Schutz von sensiblen Patientendaten. So seien Mitarbeiter in den Arztpraxen nachlässig beim Passwortschutz: Neun von zehn Ärzten verwenden leicht zu erratende Passwörter wie «Behandlung» oder den Namen des Arztes, wie eine Untersuchung zur IT-Sicherheit im Gesundheitssektor im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ergab. In jeder zehnten Arztpraxis (9 Prozent) und 60 Prozent der Kliniken würden E-Mail- und Passwort-Kombinationen verwendet, die auch von Kriminellen im Darknet angeboten werden. weiterlesen

Starke Nebenwirkungen: Einsatz gängiger Antibiotika beschränkt

08.04.2019

Bonn (dpa) - Ärzte sollen die weit verbreitete Antibiotikagruppe der Fluorchinolone wegen schwerer Nebenwirkungen nur noch stark eingeschränkt verschreiben. Das teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am Montag mit. Die Medikamente sollen nach Möglichkeit nicht mehr bei «leichten und mittelschweren Infektionen» eingesetzt werden. Laut Wissenschaftlichem Institut der AOK waren im Jahr 2015 knapp sechs Millionen Packungen mit fluorchinolonhaltigen Antibiotika verordnet worden. weiterlesen

Spahn begrüßt Debatte über Bluttests vor der Geburt

08.04.2019

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die grundsätzliche Debatte über Bluttests für Schwangere etwa auf ein Down-Syndrom des Kindes begrüßt. «Die Frage, welche Entscheidung aus einem solchen Ergebnis kommt, die können wir als Gesellschaft mit beeinflussen», sagte er am Montag im «Bild»-Talk. «Das wünsche ich mir, dass wir sagen: Es ist völlig ok, wie ihr Euch entscheidet, wir helfen bei jeder Entscheidung.» weiterlesen

Laschet gegen Kassen-Finanzierung vorgeburtlicher Down-Syndrom-Tests

08.04.2019

Berlin (dpa) - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich strikt gegen eine Kassenfinanzierung von genetischen Bluttest ausgesprochen, mit denen vor der Geburt Hinweise auf das Down-Syndrom möglich sind. «Ich finde, die Kassen sollten das nicht finanzieren. Das Signal, dass man im Vorfeld über die Wertigkeit von Leben urteilt, halte ich für falsch», sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende am Montag vor einer Sitzung des Parteipräsidiums in Berlin. Zugleich sprach Laschet von einer «sehr persönlichen Gewissensentscheidung», die am Ende jeder Bundestagsabgeordnete fällen müsse. Es sei gut, diese Debatte nun öffentlich zu führen. weiterlesen

34 Masernfälle seit Jahresbeginn in Bayern

08.04.2019

München (dpa) - Angesichts von 34 Masernfällen seit Jahresbeginn in Bayern wirft die Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze der Staatsregierung Versagen beim Thema Masernimpfung vor. Sie habe es in den vergangenen Jahren nicht geschafft, «die Quote bei der zweiten Impfung gegen die im Extremfall tödliche Masernkrankheit auf die erforderlichen 95 Prozent zu heben», sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur in München. weiterlesen

SPD will Pflegekosten für Heimbewohner anders aufteilen

08.04.2019

Berlin (dpa) - Die SPD will die Pflegekosten für Heimbewohner grundlegend anders aufteilen. Der Eigenanteil, den Bedürftige oder Angehörige leisten müssen, solle begrenzt werden, heißt es in einem Papier, das der SPD-Vorstand an diesem Montag beschließen will. Das Konzept liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuvor hatte die «Bild am Sonntag» darüber berichtet. weiterlesen

Vorgeburtliche Gentests Thema im CDU-Präsidium

08.04.2019

Berlin (dpa) - Vor einer Debatte im Bundestag über vorgeburtliche genetische Bluttests etwa auf Down-Syndrom hat CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer das Thema einem Medienbericht zufolge kurzfristig auf die Tagesordnung der Sitzung des Parteipräsidiums gesetzt. Dort solle dann am Montag darüber beraten werden, ob vorgeburtliche Gentests künftig von den Krankenkassen bezahlt werden sollen, berichtete die «Welt am Sonntag» unter Berufung auf eine Parteisprecherin. Hintergrund ist demnach eine kontrovers verlaufene Sitzung der Unionsfraktion am Mittwoch. Kramp-Karrenbauer strebt dem Bericht zufolge keine Festlegung auf eine Parteilinie an, sondern eine Debatte in der CDU. Die Debatte im Bundestag ist für kommenden Donnerstag vorgesehen. weiterlesen