Agenturmeldungen

Uniklinik-Ärzte zum Warnstreik aufgerufen

15.01.2020

Hannover/Berlin (dpa) - Der Marburger Bund hat rund 20 000 Ärzte der Universitätskliniken zu einem Warnstreik aufgerufen. Am 4. Februar soll es zur nächsten Runde in den Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) eine zentrale Kundgebung in Hannover geben. Die Verhandlungen laufen seit Anfang November. Bisher hätten die Länder jedoch keine Bereitschaft gezeigt, Maßnahmen zur Entlastung der Ärzte zu vereinbaren, sagte Andreas Botzlar vom Marburger Bund. Die Arbeitgeber hätten den Ernst der Lage noch nicht verstanden. «Unsere Mitglieder werden darauf eine entsprechend deutliche Antwort geben», sagte Botzlar. weiterlesen

Patientenschützer: Angehörige bei Organspende nicht abwerten

15.01.2020

Berlin (dpa) - Vor der Entscheidung des Bundestags zur Zukunft von Organspenden bestehen Patientenschützer darauf, dass die nächsten Verwandten dabei weiter eine wichtige Rolle spielen. «Organspende braucht die Angehörigen», sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. «Daher ist es falsch, die Familien bei dieser ethisch sensiblen Frage zu reinen Vermittlern abzuwerten.» Das entlaste sie auch nicht, da das Sterben eines lieben Menschen immer belastend sei. Es gelte, die Angehörigen zu stärken und sie in alle Entscheidungen einzubeziehen. Darauf zu verzichten, wäre ein großer Rückschritt im Vergleich zur bestehenden Rechtslage. weiterlesen

Um diese Organspende-Vorschläge geht es im Bundestag

13.01.2020

Berlin (dpa) - Angesichts Tausender schwerkranker Menschen auf den Wartelisten sollen in Deutschland mehr Organspenden möglich werden. Doch wie? Der Bundestag will an diesem Donnerstag über zwei fraktionsübergreifende Gesetzentwürfe und einen Antrag abstimmen. weiterlesen

Leichter Rückgang bei Organspenden

13.01.2020

Berlin/Frankfurt (dpa) - Die Zahl der Organspender ist im vergangenen Jahr leicht von 955 auf 932 zurückgegangen. Auch bei den gespendeten Organen verzeichnete die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) laut Mitteilung vom Montag einen Rückgang von 3113 im Jahr 2018 auf nun 2995. Die Zahlen wurden wenige Tage vor der wichtigen Abstimmung im Bundestag zum Thema Organspende veröffentlicht. Die Zahlen in den Jahren davor lagen jedoch unter denen aus dem vergangenen Jahr. Der Medizinische Vorstand der DSO, Axel Rahmel, spricht daher für 2019 auch nur von statistischen Schwankungen und keiner großen Änderung. weiterlesen

Umfrage: Hohe generelle Zustimmung zu Organspenden

13.01.2020

Berlin (dpa) - Vor der Bundestags-Entscheidung zur Zukunft von Organspenden in Deutschland ist die grundsätzliche Zustimmung laut einer neuen Umfrage weiterhin hoch. 84 Prozent der Bundesbürger stehen Organspenden generell eher positiv gegenüber, wie die Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse ergab. Am höchsten ist diese prinzipielle Zustimmung laut Umfrage-Ergebnissen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, bei jungen Leuten von 18 bis 29 Jahren mit 93 Prozent - am geringsten bei 50- bis 69-Jährigen mit 79 Prozent. weiterlesen

Gesetzliche Krankenkassen: Höhere Beiträge drohen

13.01.2020

Berlin (dpa) - Auf Kassenpatienten könnten in den kommenden Jahren höhere Beiträge zukommen. «Allein in diesem Jahr rechnen wir aufgrund des Terminservicegesetzes und des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes mit fünf Milliarden Euro Mehrausgaben», sagte Gernot Kiefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes, der «Welt am Sonntag». Zum Jahresanfang 2020 habe es kaum Beitragserhöhungen gegeben. «Im kommenden Jahr wird es allerdings schwieriger aussehen, denn viele der beschlossenen Gesetze führen zu dauerhaft höheren Ausgaben. Und wenn die Rücklagen erst mal aufgebraucht sind, führt kein Weg an höheren Beiträgen vorbei.» weiterlesen

Verbotspläne für dubiose Therapien gegen Homosexualität verschärft

18.12.2019

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat seine Pläne für ein Verbot sogenannter Konversionstherapien gegen Homosexualität verschärft. Der Gesetzentwurf soll an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden. «Wir haben das Verbot noch schärfer gefasst», sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorab. «Vorher gab es Ausnahmen für Heranwachsende. Das wurde gestrichen, denn gerade in dieser Altersphase finden die meisten Therapieversuche statt. Daher wird auch bei 16- bis 18-Jährigen die Konversionstherapie künftig verboten.» Diese sei «viel zu gefährlich für Leib und Seele, als dass man Graubereiche zulassen dürfte». weiterlesen