Agenturmeldungen

Kassenärzte befürchten Lücken beim Datenschutz für Patienten

03.07.2015

Berlin (dpa) - Die Kassenärztliche Bundesvereinigung sorgt sich um die Sicherheit digitalisierter Patientendaten. Angesichts der NSA-Späh-Affäre und des jüngsten Hackerangriffs auf Bundestagscomputer «sieht man die Aussage, die Daten seien sicher, mit einem gewissen Stirnrunzeln», sagte Vorstandschef Andreas Gassen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Der Bundestag befasst sich an diesem Freitag in erster Lesung mit dem sogenannten E-Health-Gesetz von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). weiterlesen

EKD-Ratschef warnt vor sozialem Druck bei Sterbehilfe

03.07.2015

Berlin (dpa) - In der Diskussion um die Sterbehilfe hat der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm vor einem «subtilen sozialen Druck» auf ältere Menschen gewarnt. «Ich möchte, dass niemals ein Mensch in diesem Land das Gefühl bekommt, sich dafür rechtfertigen zu müssen, dass er noch leben will», sagte Bedford-Strohm am Donnerstag in Berlin. «Das Tötungstabu darf nicht aufgeweicht werden», betonte er beim Empfang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für Vertreter von Parlament und Bundesregierung. weiterlesen

Gröhe: Krankenhausreform verbessert Klinikfinanzen

02.07.2015

Berlin (dpa) - Die geplante Krankenhausreform verbessert nach Einschätzung von Gesundheitsminister Hermann Gröhe die Finanzierung der Kliniken deutlich. Der CDU-Politiker versicherte am Donnerstag bei der ersten Lesung seines Krankenhausstrukturgesetzes im Bundestag, Patienten könnten sich auch künftig auf eine qualitativ hochwertige und gut erreichbare Versorgung im Krankenhaus verlassen. weiterlesen

Brand lobt Respekt für Andersdenkende in Sterbehilfe-Debatte

02.07.2015

Berlin (dpa) - Der CDU-Abgeordnete Michael Brand hat zu Beginn der ersten Bundestagslesung über die vier Gesetzentwürfe zur künftigen Sterbehilfe den Respekt gegenüber den jeweils Andersdenkenden gewürdigt. Zugleich verteidigte er am Donnerstag seinen fraktionsübergreifenden Entwurf. Leitmotiv sei: «Sterben an der Hand und nicht durch die Hand eines Mitmenschen». Der Entwurf biete einen Weg der Mitte: Geschäftsmäßige Sterbehilfe solle verboten, der Freiraum des Arztes aber wie bisher belassen werden. Sterbenden solle man die Leiden nehmen, nicht das Leben. weiterlesen

Grünen fordern bessere Suizid-Prävention

02.07.2015

Berlin (dpa) - Die Grünen im Bundestag setzen sich für eine bessere Suizid-Prävention ein. Es gehe darum, «ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, das es Menschen mit Todeswünschen erlaubt, offen über ihre Gedanken und Gefühle zu sprechen», sagte die Grünen-Abgeordnete Maria Klein-Schmeink der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb plädierten die Grünen für den Ausbau von «leicht erreichbaren ambulanten Krisendiensten». Zudem solle das freiwillige Engagement stärker finanziell unterstützt werden. weiterlesen

Grüne: Beihilfe zum Suizid darf nicht normale Dienstleistung werden

02.07.2015

Berlin (dpa) - Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Scharfenberg hat davor gewarnt, Beihilfe zur Selbsttötung zu einer regulären Dienstleistung zu machen. «Ich will nicht in einer Gesellschaft leben, in der die Beihilfe zum Suizid zu einer ganz «normalen» Dienstleistung und als regulärer Bestandteil der gesundheitlichen Versorgung missverstanden wird», sagte Scharfenberg der Deutschen Presse-Agentur. «Dadurch könnten sich vor allem alte und kranke Menschen unter Druck gesetzt fühlen, solche «Angebote» irgendwann wahrzunehmen, zum Beispiel weil sie niemandem zur Last fallen wollen.» weiterlesen