Pressemitteilungen

Systeminnovationen für eine bessere Gesundheit

07.10.2015 Pressemitteilung

Vom 7. bis zum 10. Oktober wird es beim 14. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung (DNVF) vor allem um den geplanten Innovationsfonds gehen. Forschung und Evaluation innovativer Versorgungskonzepte sollen die Versorgungspraxis unterstützen. Ziel ist dabei: Flächendeckende, leitliniengerechte und evidenzbasierte Versorgung für rund 70 Millionen gesetzlich Versicherter.

In seinem Grußwort für den Kongress erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Brücken statt Mauern bauen – mit dieser Zielsetzung haben wir im Rahmen des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes die Rahmenbedingungen für eine stärkere Vernetzung in unserem Gesundheitssystem weiterentwickelt. Der Innovationsfonds gehört als wichtiges Triebwerk für neue Anregungen dazu. Ziel des Innovationsfonds mit jährlich 300 Millionen Euro sind neue Versorgungsmodelle und Erkenntnisse im Bereich der Versorgungsforschung, die zu einer weiteren und dauerhaften Verbesserung der Patientenversorgung führen.“

Der Vorsitzende des DNVF und Kongresspräsident Prof Dr. Edmund Neugebauer bemerkt zur Nachhaltigkeit der Förderung von Innovationen durch die Politik: „Es ist essentiell, dass innovative Versorgungsprojekte langfristig angelegt sind und nicht nach vier Jahren wieder verschwinden, weil die politischen Entscheider gerade andere Prioritäten setzen und meinen, dass hierfür keine Mittel mehr vorhanden sind. Gerade wegen des naturgemäß kurzfristigen Denkens in Legislaturperioden sollte über Qualität von Versorgungsprojekten nicht die Politik, sondern die Wissenschaft entscheiden. Sie sollte auch die Kriterien guter und transparenter festsetzen Evaluation festlegen.“

Der Kongress bietet interessierten Wissenschaftlern, Medizinern, Kassenvertretern, Praktikern sowie Patienten eine breite Palette an Veranstaltungen. Das aktuelle Kongressprogramm kann unter www.dkvf2015.de heruntergeladen werden.

Bürgerdialog Gesundheit: Freitag, 9.Oktober 2015 ab 15:30 Uhr in der Urania
Wissenschaft, Ärzte, Krankenkassen und die Gesundheitsbranche laden die Berliner und ihre Gäste ein; diese Veranstaltung ist kostenfrei. Es soll um Qualität, Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps gehen.  Auch offene Fragen zur Datensicherheit digitaler Gesundheitsangebote werden diskutiert. Danach nehmen sich die Experten zusätzlich Zeit für individuelle Fragen der Bürger. „Ich freue mich auf den Dialog mit den Bürgern. Patienten wissen oft am besten, was sie für ihre Erkrankung brauchen. Ob Telemedizin, E-health Projekte oder  App-Neuentwicklungen für jeden Patienten das (technische) Mittel der Wahl sind, wird sich zeigen. Auf jeden Fall stehen unsere Betriebskrankenkassen dieser Entwicklung offen gegenüber, denn je mehr seriöse Informationen auf dem letzten Stand der medizinischen Kunst jemand über die eigene Krankheit hat, desto besser kann er gemeinsam mit den Ärzten an einer Heilung oder Linderung arbeiten,“  so Franz Knieps, Vorstand beim BKK Dachverband. 

Ihre Ansprechpartner

Deutscher Kongress Versorgungsforschung
Dr. Gisela Nellesen-Martens
Geschäftsführerin DNVF e.V.
Tel.: 0221 – 478-97115
dnvf@uk-koeln.de

BKK Dachverband e.V. 
Christine Richter
Pressesprecherin
Tel.: 030 2700406-301

Federführend für die Veröffentlichung: BKK Dachverband