Pressemitteilungen

Mehr Qualität, weniger Prüfaufwand, bessere Übersicht über 360.000 Kursangebote durch Zentrale Prüfstelle Prävention

13.02.2014 Pressemitteilung

Versicherte können sich auf den Homepages ihrer Krankenkasse über das Angebot informieren

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) (BARMER GEK, Techniker Krankenkasse, DAK-Gesundheit, Kaufmännische Krankenkasse – KKH, HEK – Hanseatische Krankenkasse, hkk), der BKK Dachverband e.V., die IKK classic, die Knappschaft, die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, die BIG direkt gesund und die IKK Brandenburg und Berlin haben seit dem 1. Januar 2014 eine gemeinsame Prüfstelle für Präventionskurse eingerichtet.

Alle Präventionskurse der beteiligten Krankenkassen aus den Bereichen „Bewegung“, „Ernährung“, „Stressbewältigung/Entspannung“ sowie „Suchtmittelkonsum“ werden seitdem nicht mehr von jeder Krankenkasse einzeln, sondern zentral, bundesweit und kassenartenübergreifend auf Qualität geprüft.

Auf dem Qualitätsportal www.zentrale-pruefstelle-praevention.de können Anbieter ihre Konzepte kostenlos hochladen und erhalten innerhalb von zehn Tagen eine Nachricht, ob der Kurs den qualitativen Anforderungen standhält oder nicht. Geprüft werden zum Beispiel die Qualifikation des Anbieters sowie die qualitativen Anforderungen, die sich aus dem Leitfaden Prävention der Krankenkassen ergeben. Positiv geprüfte Kurse werden von den beteiligten Krankenkassen bezuschusst, die anderen nicht. Die über 47 Millionen Versicherten der beteiligten 119 Krankenkassen können alle qualitätsgeprüften Präventionskurse über die jeweilige Internetseite ihrer Krankenkassen aufrufen. Die Datenbank enthält mittlerweile ca. 369.000 geprüfte Kurse von rund 116.000 Anbietern aus ganz Deutschland. Mithilfe dieser Datenbank können Versicherte schnell, einfach und kostenfrei aus einem großen und qualitativ hochwertigen Kursbestand ihren individuellen Präventionskurs auswählen.

Um sicherzustellen, dass ein bezuschusster Präventionskurs allen gesetzlichen Qualitätsanforderungen gerecht wird, sind die Krankenkassen gesetzlich verpflichtet, insbesondere die Qualifikationen von Kursanbietern sowie Leistungsnachweise und Trainermanuale zu prüfen.

Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes: „Die gemeinsame Prüfstelle vereinfacht das Prüfverfahren von Präventionskursen – sowohl für Krankenkassen als auch für Anbieter. Bislang prüfte jede Krankenkasse die Kurse selbst. Dabei konnte es zu unterschiedlichen Prüfergebnissen bei ein und demselben Kurs und Anbieter kommen. Durch das weitaus effizientere zentrale Prüfverfahren gehören Doppelprüfungen bei Krankenkassen und unterschiedliche Wertungen der Kursqualität der Vergangenheit an. Und für die Versicherten erhöht sich die Serviceleistung ihrer Kasse durch die verbreiterte Palette der Angebote.“

Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), erwartet einen Qualitätsschub bei den Präventionskursen. „Qualitätsgeprüfte Kurse erhalten ein Prüfsiegel „Deutscher Standard Prävention“ – dadurch erkennt jeder Versicherte sofort, welche Kurse den geforderten Qualitätsstandard einhalten. Nur die Anbieter, die die geforderte Qualität bieten, können von den Krankenkassen bezuschusst werden. Die Höhe der Bezuschussung regeln alle Krankenkassen individuell über ihre Satzung,“ erläutert Elsner.

Alle drei Jahre müssen sich die Kurse erneut einem Qualitätscheck stellen. „Mit dieser regelmäßigen zentralen Prüfung wird erreicht, dass der (durchaus gewollte) Wettbewerb der Krankenkassen nicht zulasten der Qualität geht“, betont Elsner.

Die Einrichtung der Zentrale Prüfstelle Prävention hat auch bei anderen Krankenkassen für Aufmerksamkeit gesorgt. Die AOK Rheinland/Hamburg ist zum 1. Februar 2014 der Kooperationsgemeinschaft beigetreten, die AOK Nordwest sowie die IKK Südwest stehen kurz vor Vertragsunterzeichnung und auch mit den übrigen AOKn laufen Beitrittsgespräche.

Weitere Informationen erhalten Anbieter von Präventionskursen auf der Internetseite www.zentrale-pruefstelle-praevention.de.

Versicherte sollten sich an ihre Krankenkasse wenden.

Diese Pressemitteilung wurde veröffentlicht von:

· Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
· BKK Dachverband e.V.
· IKK classic· Knappschaft
· Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
· BIG direkt gesund
· IKK Brandenburg und Berlin

Pressekontakt:

Michaela Gottfried, Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)Tel: 030/26931-1200, E-Mail: michaela.gottfried(at)vdek.com

Christine Richter, BKK Dachverband e.V.Tel: 030/2700406-301, E-Mail: christine.richter(at)bkk-dv.de

Michael Förstermann, IKK classicTel: 0351/4292-12500, E-Mail: michael.foerstermann(at)ikk-classic.de

Dr. Wolfgang Buschfort, KnappschaftTel: 0234/304-82050, E-Mail: presse(at)kbs.de

Dr. Erich Koch, Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und GartenbauTel: 0561/9359-106, E-Mail: erich.koch(at)svlfg.de

Dr. Elmar Waldschmitt, BIG direkt gesundTel: 0231/5557-1005, E-Mail: elmar.waldschmitt(at)big-direkt.de

Gisela Köhler, IKK Brandenburg und BerlinTel: 0331/64 63 -160, E-Mail: gisela.koehler(at)ikkbb.de

 

www.zentrale-pruefstelle-praevention.de

Statement von Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, anlässlich der Pressekonferenz "Mehr Qualität und Transparenz bei Präventionskursen - Zentrale Prüfstelle Prävention stellt sich vor"

Statement von Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek), anlässlich der Pressekonferenz "Mehr Qualität und Transparenz bei Präventionskursen - Zentrale Prüfstelle Prävention stellt sich vor"

Fragen und Antworten zum Thema Zentrale Prüfstelle Prävention

Flyer zur Zentralen Prüfstelle Prävention