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Präventionsgesetz: BKK fordern, Projekte zur Gesundheitsförderung auch künftig am Ort des Geschehens zu unterstützen

25.06.2013 Pressemitteilung

Für Donnerstag dieser Woche ist die Lesung zum Gesetz zur Förderung der Prävention im Bundestag vorgesehenen. Die Betriebskrankenkassen begrüßen eine Stärkung der Gesundheitsförderung sowie eine Verbesserung der Qualitätssicherung in der Prävention.

Prävention und Gesundheitsförderung sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben, bei denen nicht nur die gesetzliche Krankenversicherung eine wichtige Rolle spielt. „Prävention kann nur im Rahmen einer breit angelegten von allen gesellschaftlichen Akteuren getragenen Strategie erfolgreich sein. Insbesondere Bund, Länder und Kommunen sowie die private Krankenversicherung müssen ihrer Verantwortung mehr als bislang gerecht werden, “ so Siegfried Gänsler, Vorstand des BKK Dachverbandes.

Fest im BKK Portfolio verankert: Betriebliche Gesundheitsförderung 
Wachsender Fachkräftemangel und längere Lebensarbeitszeiten verstärken das Interesse von Unternehmen, ihre Beschäftigten gesund und leistungsfähig zu erhalten. 
Betriebskrankenkassen engagieren sich in diesem Feld bereits seit Jahrzehnten – und dies nicht nur in Großunternehmen, sondern auch in kleineren und mittleren Betrieben. Das know how betrieblicher Gesundheitsförderung liegt vor Ort in arbeitsplatz- oder betriebs-bezogenen Projekten, deshalb muss auch weiterhin die Steuerung solcher Maßnahmen kassenindividuell bleiben, dazu Gänsler:
„Wir begrüßen grundsätzlich die finanzielle Stärkung im Gesetzentwurf, lehnen allerdings eine Quotierung ab, da diese in die Entscheidungs- und Finanzautonomie gesetzlicher Krankenkassen eingreift.“

Prävention auch künftig am Ort des Geschehens fördern 
Die Hälfte der finanziellen Mittel, die gesetzliche Krankenkassen in Lebenswelten investieren sollen, erhält laut Gesetzentwurf die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Eine zentrale Steuerung ist nicht der geeignete Weg, um vor Ort Präventionsmaßnahmen in Kitas, Schulen oder Altenheimen im Zusammenwirken mit Krankenkassen zu initiieren oder schon laufende Präventionsprojekte weiterzuführen. Dies bedarf einer intensiven Begleitung der Verantwortlichen vor Ort.

Die Betriebskrankenkassen setzen seit vielen Jahren mit engagierten Kooperationspartnern vielfältige Projekte um. So beispielsweise:

  • „Fit von klein auf“, dabei werden ErzieherInnen in Kitas, Lehrkräfte der Grundschulen sowie Eltern unterstützt, den Alltag der Kinder gesundheitsförderlich zu gestalten.
  • Die BKK unterstützt mit „JobFit“ gesundheitsorientiertes Selbstmanagement, um bei drohender Arbeitslosigkeit die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit zu erhalten.
  • Im Projekt „MiMi“ werden Menschen mit Migrationshintergrund über das deutsche Gesundheitssystem grundlegend informiert. Speziell ausgebildete Gesundheitslotsen helfen dabei, Sprach- und Verständnisbarrieren zu überwinden, damit sich Migranten im deutschen Gesundheitswesen zurechtzufinden.

Hier die ausführliche Stellungnahme des BKK Dachverbandes e.V. zum Gesetzentwurf zur Präventionsförderung

Der BKK Dachverband e.V. vertritt politisch und fachlich die Interessen der betrieblichen Krankenversicherungen. Aktuell sind 88 Betriebskrankenkassen mit 9,9 Millionen Versicherten und fünf Landesverbände Mitglieder des Dachverbandes.