Pressemitteilung

Betriebskrankenkassen gratulieren dem designierten Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann

24.07.2026 – Aufgaben im Gesundheitssystem erfordern Kontinuität im Wandel sowie eine Fokussierung auf die wichtigsten Problemfelder.

„Die scheidende Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat frischen und positiven Wind in die Gesundheitspolitik gebracht. Mit der Einsetzung der FinanzKommission Gesundheit und ihrem Bekenntnis zu einer evidenzbasierten Gesundheitspolitik hat sie in den vergangenen Monaten viele Weichen richtig gestellt. Dafür und für die konstruktive Zusammenarbeit mit den Akteuren im Gesundheitswesen gebührt ihr unser Dank. 

Dem neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann gratulieren wir zu seinem designierten Amt und wünschen ihm viel Erfolg und das richtige politische Händchen, den Reformkurs seiner Vorgängerin weiterzugehen, damit die gesetzliche Krankenversicherung und die soziale Pflegeversicherung zukunftsfest bleiben. Bei diesem Vorhaben, das Gesundheitssystem finanzierbar, evidenzbasiert und im besten Sinne für die Patientinnen und Patienten weiterzuentwickeln, werden die Betriebskrankenkassen Carsten Linnemann mit voller Kraft unterstützen. 

Dem neuen Bundesgesundheitsminister liegen viele dringliche Aufgaben vor, die es zu lösen gilt. Das jüngst verabschiedete Beitragssatzstabilisierungsgesetz benötigt eine klare Untermauerung durch Strukturreformen. Hier erhoffen wir uns, dass Carsten Linnemann die Finanzkommission Gesundheit mit der gleichen Offenheit ihre Bewertung abschließen lässt und die Ergebnisse entsprechend umsetzt. Außerdem sollte sich der neue Gesundheitsminister der Schieflage in der sozialen Pflegeversicherung sowie der Einführung eines Primärversorgungsmodells höchste Priorität widmen. 

Angesichts der Äußerungen von Carsten Linnemann in der Vergangenheit zur Reduzierung der Krankenkassen, möchte ich ihm mit auf den Weg geben, dass die Vielfalt der Krankenkassen eine tragende Säule der gesetzlichen Krankenversicherung ist. Sie macht die Versorgung für die Versicherten näher und stellt zudem einen enormen Standortvorteil für viele mittelständische und große Wirtschaftsunternehmen in Deutschland dar, die sich auf ihre Krankenkasse verlassen und davon profitieren. Ich hoffe, dass Carsten Linnemann in seiner neuen Rolle eine Neubewertung vornimmt und erkennt, dass nicht die Anzahl der Krankenkassen das Problem ist, sondern explodierende Ausgaben und strukturelle Fehlentwicklungen im Gesundheitssystem“, sagt Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes.

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Kontakt

Thorsten Greb
Pressesprecher