Pressemitteilung

BKK Dachverband begrüßt erste Schritte zur Stärkung der Pflege, mahnt aber mehr Prävention an

11.09.2025 – Anlässlich der ersten Lesung des „Gesetzes zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege“ sowie des „Gesetzes über die Einführung einer bundeseinheitlichen Pflegefachassistenzausbildung (Pflegefachassistenzeinführungsgesetz)“ im Bundestag unterstützt der BKK Dachverband ausdrücklich die Zielsetzung der Gesetzentwürfe, die pflegerische Versorgung in Deutschland zu verbessern. Besonders positiv bewertet der Verband, dass mit der Stärkung der Handlungskompetenzen von Pflegefachkräften eine langjährige Forderung der Betriebskrankenkassen umgesetzt wird.

Damit wird ein erster wichtiger Schritt unternommen, um die vorhandenen Potenziale endlich zu nutzen. Die Betriebskrankenkassen erwarten nun, dass zeitnah weitere Regelungen folgen, insbesondere zur Rolle und zu den Befugnissen von Advanced Practice Nurses (APN). 

„Die Richtung stimmt – doch es fehlt bislang ein übergreifendes Zielbild, an dem sich alle weiteren Maßnahmen orientieren können. Eine wirksame Reaktion auf die rasant steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen, leere Kassen und den Fachkräftemangel erfordert ein grundlegend neues Verständnis davon, wie wir Pflege denken. Die Strukturen und Finanzierungsströme müssen zukünftig viel stärker auf die Pflegeprävention ausgerichtet werden. Das Ziel muss darin bestehen, Menschen mit einem erhöhten Pflegerisiko frühzeitig zu erkennen und ihnen durch flächendeckende präventive und rehabilitative Angebote Unterstützung zu bieten“, betont Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes.

Aus Sicht des BKK Dachverbandes greift dieser präventive Ansatz in den aktuellen Gesetzentwürfen noch zu kurz. Entscheidend sei, dass spätestens die angekündigte Pflegekommission den notwendigen Richtungswechsel vollzieht und Prävention systematisch zur Leitlinie der künftigen Pflegepolitik macht.

PDF herunterladen

Kontakt

Thorsten Greb
Pressesprecher

Inhalte suchen oder abonnieren