Pressemitteilung

Notfallreform: Notaufnahmen entlasten, Doppelstrukturen vermeiden – jetzt muss der große Wurf gelingen

09.07.2026 – Zur ersten Lesung der Notfallreform erklärt Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes:

"Das deutsche Gesundheitssystem benötigt eine Reform der Notfallversorgung. Überlastete Notaufnahmen, Fehlsteuerungen und unzureichend vernetzte Strukturen zeigen seit Jahren, dass Handlungsbedarf besteht. Wir begrüßen es daher sehr, dass das Reformpaket nun endlich parlamentarisch beraten wird. Positiv ist, dass der Gesetzentwurf die Bereiche Rettungsdienst, Akutversorgung und digitale Prozesse stärker miteinander verknüpft.

Der Erfolg der Reform wird sich daran messen lassen müssen, ob sie zu einer besseren Patientenkoordination und -versorgung führt. Dafür ist eine bundesweit einheitliche, standardisierte Ersteinschätzung über alle relevanten Zugangswege hinweg notwendig. Nur wenn Akutleitstellen, Integrierte Notfallzentren und weitere Anlaufstellen nach denselben Standards arbeiten, können Notaufnahmen und Rettungsdienst wirksam entlastet werden.

Angesichts der klammen Kassen der gesetzlichen Krankenversicherung und der ohnehin schon hohen Belastung der Beitragszahlenden ist es unerlässlich, die neuen Strukturen der Notfallversorgung transparent, zweckgebunden und wirtschaftlich zu gestalten. Die Reform darf nicht zu Doppelstrukturen und ungesteuerten Mehrkosten führen.

Der Gesetzgeber hat jetzt die Chance, einen großen Wurf zu landen, und die Notfallversorgung mit einheitlichen, digitalen Standards und klaren Zuständigkeiten finanziell solide auszurichten und die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu verbessern."

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Kontakt

Thorsten Greb
Pressesprecher

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