RSA Broschüre: „Mechanik Morbi-RSA – Einfach, transparent, manipulationssicher“

Kaum ein anderer Mechanismus ist so umstritten, wie der, der das Geld zwischen den gesetzlichen Krankenkassen verteilt. Durch dieses Geldumverteilungsinstrument fließen Krankenkassenbeiträge in den Gesundheitsfonds und aus diesem weiter über den Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) wieder zurück an die Kassen. Ein ausgeklügeltes System, dass das Geld in der GKV dahin steuern soll, wo es für die Versorgung der Versicherten gebraucht wird. Das war das Ziel bei der Einführung im Jahr 2009. Der Morbi-RSA sollte einen fairen Wettbewerb für die Kassen und ihre Versicherten schaffen.

Dass dies seit etlichen Jahren nicht mehr gelingt und es zu massiven Verzerrungen kommt, ist kein Geheimnis.
Die Webfehler des Finanzausgleichs haben dazu geführt, dass einzelne Kassen bei niedrigen Zusatzbeiträgen sehr hohe Rücklagen aufbauen konnten. Dagegen erhalten andere Krankenkassen über den Morbi-RSA viel zu geringe Zuweisungen, die sich nicht mit den Ausgaben zur Versorgung ihrer Versicherten decken. Demzufolge sind sie gezwungen, höhere Zusatzbeiträge zu erheben oder können nur geringe Rücklagen aufbauen. Gleichzeitig müssen letztere von diesen Zusatzbeiträgen über den Einkommensausgleich noch Geld an wohlhabendere Kassen abführen.

Die Politik hat versprochen, dass eine Reform noch im Herbst 2018 angegangen wird. Eine Reform des Morbi-RSA ist also keine Frage mehr des OB, sondern eine Frage des WIE.

Die Betriebskrankenkassen haben Vorschläge zur Reform des Morbi-RSA erarbeitet. Diese eignen sich für eine konsequente, im zeitlichen Ablauf gestaffelte Umsetzung. Die kurz- und mittelfristigen Reformvorschläge der Betriebskrankenkassen werden in der Broschüre „Mechanik Morbi-RSA – Einfach, transparent, manipulationssicher“ vorgestellt.
 

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