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Bildungsministerin will Impfungen in Schulen anbieten

Berlin (dpa) - Impfungen sollten nach Ansicht von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) künftig auch in der Schule angeboten werden. Die meisten Ungeimpften seien keine Impfgegner, die Hürden für eine Impfung seien ihnen aber zu hoch, sagte die Ministerin der Deutschen Presse-Agentur. Unabhängig von der diskutierten gesetzlichen Impfpflicht müsse man hier ansetzen. «Wir sollten die Fakten besser vermitteln und den Zugang zu Impfungen erleichtern, etwa durch Impfungen in Schulen und Betrieben», sagte Karliczek. «Impfungen gehören zu den großen wissenschaftlichen...

Weitere Vorschläge für mehr Impfungen gegen Masern

Manche Eltern wollen ihre Kinder nicht gegen Masern impfen lassen. Die Bundesregierung prüft deswegen Möglichkeiten für eine Pflicht. Gibt es noch andere Wege, gefährliche Ansteckungen zu vermeiden? Berlin (dpa) - In der Debatte über verpflichtende Masern-Impfungen für Kinder werden auch weitere Vorschläge zum besseren Gesundheitsschutz laut. Vor allem bei Erwachsenen zwischen 30 und 50 Jahren sei die Zahl der Geimpften noch immer zu gering, sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag). Dafür sei es nötig, prüfen zu können,...

Kinder im Westen mit schlechterem Impfschutz als im Osten

Berlin (dpa) - Kinder in Westdeutschland sind seltener gegen Masern, Mumps, Röteln und andere Krankheiten geimpft als Gleichaltrige in Ostdeutschland. Die Quoten für alle empfohlenen Impfungen waren bei den Schuleingangsuntersuchungen 2013 in den neuen Bundesländern im Durchschnitt höher als die in den alten, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag berichtete. Zwischen den einzelnen Bundesländern gab es zum Teil große Spannweiten. Besonders deutlich sind die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland demnach etwa bei der Quote für die Hepatitis-B-Impfung. In den neuen Ländern lag...

Kassen zahlen künftig neuen Vierfach-Impfstoff gegen Grippe

Berlin (dpa) - Gesetzlich versicherte Patienten in Deutschland bekommen künftig bessere Grippe-Impfungen von der Kasse bezahlt. Der Gemeinsame Bundesausschuss aus Spitzenvertretern von Ärzten, Kassen und Kliniken beschloss am Donnerstag in Berlin, dass in der kommenden Grippesaison 2018/19 ein neuer Vierfach-Impfstoff zu verwenden ist. Umgesetzt wird damit eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts. In der aktuellen Grippe-Saison, die ihren Höhepunkt wohl überschritten hat, hilft der bisher meist genutzte Dreifach-Impfstoff laut Experten teils nur...

Experten fordern höhere Impfquote gegen Papillomviren

Heidelberg (dpa) - Zum Schutz vor krebserregenden humanen Papillomviren (HPV) müssen sich nach Überzeugung von Experten mehr Jugendliche impfen lassen. Die im Vergleich der Industrieländer geringe Impfquote von 31 Prozent (2015) bei den 15-Jährigen in Deutschland müsse innerhalb der nächsten fünf Jahre auf mindestens 70 Prozent wachsen. Dies forderten Experten aus Gesundheitswesen, Forschung und Politik am Dienstag als Ergebnis des «Runden Tisches zur Ausrottung HPV-assoziierter Krebserkrankungen». Dazu hatte das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg eingeladen. ...

Berlins Ärztekammerpräsident für Impfpflicht gegen Masern

Berlin (dpa) - Der Präsident der Berliner Ärztekammer, Günther Jonitz, hat sich für eine Impfpflicht gegen Masern ausgesprochen. Gerade für Kinder könne die Krankheit tödlich sein, sagte Jonitz am Dienstag im Inforadio des RBB. Eine Impfung habe praktisch keine Risiken oder Nebenwirkungen. Die Krankenkassen müssten die Kosten der Impfung auch für vor 1970 Geborene übernehmen, forderte Jonitz. Bisher geschieht das nur für nach 1970 Geborene. In Berlin grassiert zurzeit die schlimmste Masern-Welle seit Einführung der Meldepflicht. Am Montag war bekanntgeworden, dass ein an Masern erkrankter...

Ärztepräsident bei Impfpflicht-Verstoß für Strafen mit Ausnahmen

Berlin (dpa) - Für den Fall der Einführung einer Masern-Impfpflicht hält Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery Strafen für Verstöße generell für gerechtfertigt, kann sich aber Ausnahmen vorstellen. Der Präsident der Bundesärztekammer gab im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur zu bedenken: «Eine Impfpflicht lässt sich leicht verlangen, aber ist schwer umzusetzen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man Kinder mit der Polizei zum Impfen schleppt.» Deshalb müsse man versuchen, mit Vernunft auf die Menschen einzuwirken - das bedeute vor allem mit Aufklärung. Er fügte hinzu:...

Gesundheitsminister Spahn wirbt für Grippeimpfung

Langen (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat für die Impfung gegen die Grippe geworben. «Das ist definitiv eine der meist unterschätzten Erkrankungen, die es gibt», sagte Spahn bei einem Besuch des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) im südhessischen Langen. In der vergangenen Saison habe die Grippe allein in Deutschland rund neun Millionen Arztbesuche ausgelöst und zu fast 2000 Todesfällen geführt. Die Impfquote sei noch immer viel zu gering. Er selbst habe sich schon vor rund zwei Wochen impfen lassen, sagte Spahn während seines Besuchs in dem Bundesinstitut für ...

(Hintergrund - zur Diskussion um die Impfpflicht) Die Impfpflicht: In Deutschland stand sie bereits im Gesetz

Berlin (dpa) - Junge Menschen werden sie wohl nicht mehr kennen: Die Impfpistole hinterlässt als Erinnerung eine Narbe. Eingesetzt wurde sie für die Pocken-Impfung, die in der BRD bis 1975 bei Erwachsenen und bis 1982 bei Kindern im Alter von einem und von zwölf Jahren verpflichtend war. Grundlage war das Reichsimpfgesetz von 1874. Die Paragraphen 14 bis 17 legten darin die Strafen fest: von 20 Mark für den fehlenden Impfschein oder drei Tage Haft für Impfverweigerung bis hin zu 500 Mark Strafe oder 14 Tage Haft bei Fahrlässigkeit. Im Nachbarland DDR gab es ab den 1950er...

Gesundheitsminister Spahn: Impfpflicht gegen «unnötige Gefährdung»

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seinen Vorstoß für eine Impfpflicht in Kitas, Schulen und Krankenhäusern verteidigt. «Impfungen sind eine der größten Errungenschaften der Menschheit», sagte er am Samstag auf einem CDU-Landesparteitag in Berlin. Dadurch sei es gelungen, Infektionskrankheiten wie die Pocken auszurotten. Bei den Masern als hochansteckende Krankheit sei das aber noch nicht soweit. Daher müsse hier abgewogen werden. «Ja, es geht um die Freiheit des Einzelnen, die körperliche Unversehrtheit, das Elternrecht.» Aber spätestens in der...