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Unionskreise: Koalition verständigt sich auf Pflegeausbildungsreform

Berlin (dpa) - Die Koalitionsfraktionen haben sich auf letzte Details der Reform der Pflegeausbildung verständigt. Damit kann das sogenannte Pflegeberufegesetz noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden. Wie am Freitag aus Unionskreisen zu erfahren war, soll das Gesetz nun 2020 in Kraft treten und damit ein Jahr später als bisher geplant. Zentrale Änderung des Gesetzes ist, dass sich die Auszubildenden nach zwei Jahren entscheiden können, ob sie die generalistische Ausbildung weiter machen oder sich im letzten Jahr auf Kinderkrankenpflege oder Altenpflege spezialisieren...

Bundesaufsicht: Viele Kassenverträge für Arzt-Diagnosen rechtswidrig

Je schlimmer die Krankheit, um so mehr Geld bekommt die Krankenkassen für ihren Versicherten aus dem Gesundheitsfonds. Dieser Mechanismus reizt zum Mauscheln. Der Bund geht nun dagegen vor. Doch wo bleiben die Länder? Berlin (dpa) - Viele Verträge zwischen Krankenkassen und Ärzten zur besseren Dokumentation von Patientendiagnosen bieten nach Angaben des Bundesversicherungsamtes immer noch Anreize für Manipulationen. Nahezu alle diese Verträge seien rechtswidrig, zitierte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Mittwoch) die zuständige Aufsichtsbehörde. Diese habe inzwischen die...

Experte: Gewaltprävention in der Pflege kaum beachtet bei Qualitätsbewertung

Berlin (dpa) - Bei der Bewertung von Pflegequalität wird Gewaltprävention nach Einschätzung des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) noch viel zu wenig beachtet. Der Vorstandsvorsitzende des Zentrums, Ralf Suhr, erklärte am Mittwoch in Berlin: «Die Politik muss sicherstellen, dass sich mit der Reform der Pflegenoten hier etwas grundlegend ändert. Gewaltprävention muss zentraler Punkt der pflegepolitischen Agenda nach der Bundestagswahl sein.» Sowohl Pflegende als auch Pflegebedürftige können gewaltsam handeln. Um neue Anhaltspunkte zur Bedeutung des Themas in der professionellen ...

Aufsicht: Viele Kassenverträge für Arzt-Diagnosen rechtswidrig

Berlin (dpa) - Viele Verträge zwischen Krankenkassen und Ärzten zur besseren Dokumentation von Patientendiagnosen sind nach Erkenntnissen des Bundesversicherungsamtes rechtswidrig. Wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Mittwoch) berichtete, hat die zuständige Aufsichtsbehörde inzwischen die betreffenden Kassen aufgefordert, rechtswidrige Vertragsinhalte unverzüglich zu beseitigen oder die Verträge zu kündigen. Hintergrund dieser Überprüfung durch das Bundesversicherungsamt waren Berichte aus dem vergangenen Jahr über Mauscheleien bei der Dokumentation von Diagnosen zugunsten der...

Müdes Deutschland: Schlafstörungen quälen Millionen

Trauma statt Traum: Immer mehr Deutsche leiden unter Schlaflosigkeit - mit schlimmen Folgen. Zugleich werden an der Sehnsucht nach Bettruhe Milliarden verdient. Guter Schlaf gilt manchem gar als Status-Symbol. Ulm (dpa) - Ruhelose Nächte, zermürbendes Schnarchen, immer wieder Atemaussetzer und morgens fühlt man sich wie gerädert. Wenn dagegen nichts anderes hilft, kommt vielleicht ein Hightech-Produkt in Frage: ein Zungenschrittmacher. «Der wird im Brustbereich implantiert und er aktiviert - wann immer nötig - über ein Kabel den Zungennerv», sagt Professor Jörg Lindemann (45), Leiter...

Experten warnen: Schlafstörungen in Deutschland auf dem Vormarsch

Ulm (dpa) - Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter Schlafstörungen. Die Folgen für die Betroffenen, aber auch für die Allgemeinheit insgesamt, seien gravierend, warnt die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Aus Anlass des «Aktionstages für erholsamen Schlaf» am Mittwoch (21. Juni) verweist die DGSM auf eine Erhebung der Krankenkasse DAK: Demnach haben seit 2010 Schlafstörungen bei Berufstätigen im Alter zwischen 35 und 65 Jahren um 66 Prozent zugenommen. Vier von fünf Arbeitnehmern fühlen sich derzeit betroffen. Zu den gefährlichen...

Studie: Internet-Therapie hilft bei Depressionen

Berlin (dpa) - Bei leichten und mittelschweren Depressionen können Online-Therapien eine wirksame und effektive Alternative zur klassischen Psychotherapie sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Freien Universität Berlin und der Techniker Krankenkasse (TK), die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Die rund 1100 Patienten, die im Internet den «TK-DepressionsCoach» genutzt hatten, wiesen demnach einen erkennbaren und andauernden Rückgang ihrer Krankheitssymptome auf. In der Folge gab es auch weniger Fehltage und Krankschreibungen. Darüber hinaus sei die Abbrecherquote...

Homöopathen tagen in Leipzig - «Gesprächstherapie statt Heilkunde»

Kügelchen statt Tablette. Homöopathie ist in Deutschland recht verbreitet - trotz fehlender wissenschaftlicher Nachweise ihrer Wirksamkeit. Gemeinsame Wege mit der Schulmedizin seien nötig, heißt es vor einem Kongress in Leipzig. Leipzig (dpa) - Beim Thema Homöopathie scheiden sich die Geister. Für die einen ist sie Humbug, andere empfinden sie als letzte Hoffnung, wenn von der Schulmedizin weniger Hilfe und Rat kommt als erwartet. Monika Kölsch, praktizierende homöopathische Ärztin aus Leipzig, will solche Gegensätze nicht gelten lassen. «Wir wollen über den Tellerrand blicken und...

Digitalgipfel: Patienten sollen Gesundheitsdaten in die Cloud stellen

Ludwigshafen (dpa) - Politiker, Unternehmen und Wissenschaftler haben sich zum Start des Digitalgipfels in Ludwigshafen für eine zügige Vernetzung von Daten im Gesundheitswesen ausgesprochen. «Wir sind jetzt dabei, Krankenhäuser, Arztpraxen und die 70 Millionen gesetzlich Versicherten über ein sicheres Netz miteinander zu verbinden», sagte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) der «Rhein-Neckar-Zeitung» (Montag). Letzte Sicherheitstests seien erfolgreich abgeschlossen, so dass die erforderliche Technik bis Ende kommenden Jahres flächendeckend in allen Kliniken und Praxen verfügbar...

Zahl der Abtreibungen stabil - Jeder fünfte Abbruch mit Pille

Wiesbaden (dpa) - Etwa 26 600 Mal haben Frauen in Deutschland im ersten Quartal dieses Jahres Kinder abgetrieben. Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche blieb damit in etwa stabil: Es waren 1,3 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Bei 20 Prozent der Abtreibungen wurde das Medikament Mifegyne verwendet. Knapp 80 Prozent der Abbrüche wurden in gynäkologischen Praxen, 18 Prozent im Krankenhaus ausgeführt. Acht Prozent der Frauen waren über 40 Jahre, drei Prozent minderjährig. Bei mehr als einem Drittel der...