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Urteil: Pflege-Mindestlohn gilt auch für Bereitschaftsdienste

Erfurt (dpa) - Der Mindestlohn in der Pflegebranche muss nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts auch für Bereitschaftsdienste gezahlt werden. Die Erfurter Richter sprachen am Mittwoch einer Frau aus Baden-Württemberg eine Nachzahlung von knapp 2200 Euro für drei Monate im Jahr 2010 zu. Damals betreute sie in zweiwöchigen Diensten zwei Frauen rund um die Uhr und wohnte dabei mit ihnen unter einem Dach. Ihr Arbeitgeber führte an, dass die Pflegerin nicht 24 Stunden tatsächlich gearbeitet habe und Bereitschaftsdienste geringer vergütet werden könnten. Diese Ansicht teilten die obersten...

Urteil: Pflegekräften steht Mindestlohn für Bereitschaftsdienst zu II

Wie müssen Bereitschaftsdienste entlohnt werden? Bei Pflegekräften mit dem vollen Mindestlohn. Ein entsprechendes Urteil des Bundesarbeitsgerichts hat wohl Folgen über die Branche hinaus. Erfurt (dpa) - Der Mindestlohn in der Pflegebranche muss auch für Bereitschaftsdienste voll gezahlt werden. Das hat am Mittwoch das Bundesarbeitsgericht in Erfurt klargestellt. Die Entscheidung hat Bedeutung weit über den konkreten Fall aus Baden-Württemberg hinaus. In Deutschland arbeiten etwa 950 000 Menschen in der Pflege. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin können Betroffene ein Jahr rückwirkend...

Job und Pflege? - Jeder zweite Arbeitgeber befasst sich damit

Die Arbeitgeberverbände sehen das geplante Pflegegesetz kritisch. Sie fürchten unnötige Belastungen für die Betriebe. Eine Studie mahntjetzt: «Viele Arbeitgeber übersehen die personalpolitische Brisanz.» Frankfurt/Main (dpa) - Jeder zweite Arbeitgeber in Deutschland hat sich nach einer Studie schon einmal mit der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege für seine Angestellten befasst. Nicht einmal jeder Dritte macht den Beschäftigten aber auch konkrete Angebote, wie eine repräsentative Befragung des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag einer Initiative der Hertie-Stiftung (berufundfamilie)...

Laumann: Bessere Qualität in der Pflege durch Gesundheitskarte

Berlin (dpa) - Die elektronische Gesundheitskarte kann nach Ansicht des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung langfristig auch die Qualität in der Pflege verbessern. Es sei in der Pflege wichtig, dass die notwendigen Informationen durch digitale Vernetzung schnell und zuverlässig zur Verfügung stünden, sagte Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag vor Beginn eines Pflegekongresses in Berlin. So würde etwa die Kommunikation zwischen Hausarzt und Pflegepersonal vereinfacht. Wann auch Pflegeheime oder Pflegedienste die Karte nutzen könnten, konnte Laumann nicht sagen. Bislang stehe die...

Gröhe: Entwurf zur Reform der Pflegebedürftigkeit kommt im Sommer

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will noch im Sommer einen Gesetzentwurf zur grundlegenden Neuordnung der Pflegebedürftigkeit vorlegen. Damit soll künftig die Rehabilitation stärker in den Mittelpunkt rücken. «Rehabilitation auch im Rentenalter kann helfen, länger selbstständig leben zu können», sagte der CDU-Politiker der «Saarbrücker Zeitung» (Dienstag). Von den mehr als eine Million Begutachtungen im Jahr werde durch den Medizinischen Dienst nur in 5000 Fällen eine Empfehlung zur Rehabilitation abgegeben. «Das darf und kann so nicht bleiben», sagte Gröhe. Das neue...

Zahnärzte: Deutsche pflegen ihre Zähne besser

Berlin (dpa) - Die Deutschen pflegen ihre Zähne heute wesentlich besser als noch vor 20 Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie, die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) am Dienstag in Berlin vorstellten. Danach sind acht von zehn der 12-jährigen Kinder (81,3 Prozent) heute völlig kariesfrei. Damit habe sich der Anteil der 12-Jährigen ohne Zahnfäule in den Jahren 1997 bis 2014 praktisch verdoppelt. Allerdings müsse Parodontitis noch entschiedener bekämpft werden, hieß es. Denn den Daten zufolge steige der...

Bayern will Kinder bei Pflege ihrer Eltern finanziell entlasten

München (dpa) - Bayern will Kinder mit einem Jahreseinkommen von unter 100 000 Euro von der Unterhaltspflicht für pflegebedürftige Eltern freistellen. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) kündigte am Mittwoch in München eine entsprechende Bundesratsinitiative an. «Wir wollen mehr Sicherheit für die Angehörigen von Pflegebedürftigen vor finanzieller Überforderung», betonte Huml. Erst ab einem Jahreseinkommen von mehr als 100 000 Euro sollten sich diese an den Pflegekosten beteiligen müssen. «Unter diesem Betrag sollen Kinder keinen Rückgriff des Sozialhilfeträgers zu befürchten haben, wenn...

Pflegebeauftragter will Heilpraktikerausbildung überprüfen

Berlin (dpa) - Nach dem Tod mehrerer Patienten einer alternativen Krebspraxis am Niederrhein will der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, die Heilpraktikerausbildung überprüfen lassen. Heilpraktiker benötigten hierzulande eine Erlaubnis sowie eine Überprüfung, dass bei einer Ausübung der Heilkunde keine Gefahr für die Gesundheit der Patienten zu befürchten sei, erläuterte der CDU-Politiker im Gespräch mit der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Donnerstag). «Die Überprüfung, die Erteilung der Erlaubnis und die Überwachung der Berufsausübung liegen dabei in der...

Hilfe per App - Messe präsentiert Neuheiten auf dem Pflegemarkt

Düsseldorf (dpa) - Von der computergestützten Esshilfe bis zum Therapieplan per Smartphone-App für den Rollstuhlfahrer: Neuheiten auf dem wachsenden Hilfsmittel-Markt für Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftige präsentiert von diesem Mittwoch an die internationale Pflegemesse Rehacare in Düsseldorf. Mehr als 900 Aussteller aus 36 Ländern geben bis Samstag einen Überblick über Entwicklungen, die den Alltag für junge und alte Menschen mit Behinderungen erleichtern sollen. Rund 50 000 Besucher würden erwartet, sagte der Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, Joachim Schäfer, am Montag. Die...

Koalition will Pflege Sterbender verbessern - Stiftung: Reicht nicht

Göttingen (dpa) - Bessere Pflege von Sterbenden bleibt für die große Koalition eine drängende Aufgabe. Die Spitzen der Unions- und der SPD-Fraktion kündigten am Donnerstag in Göttingen bis Ende Juni einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung an. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will dabei Lücken vor allem auf dem Land schließen. Es wird mit Mehrkosten von bis zu 200 Millionen Euro pro Jahr gerechnet, wie bereits im März bekannt wurde. «Wir sind überzeugt, dass nicht die aktive Sterbehilfe die richtige Antwort auf die Sorgen und Nöte Schwerstkranker und...