SchriftgrößeAA+A++
StartseiteSuche

Suche

Umfrage: Viele Patienten offen für Roboter statt Arzt

Berlin (dpa) - Zwei von fünf Bundesbürgern können sich vorstellen, eines Tages als Patient anstelle eines Arztes einen Computer oder Roboter mit künstlicher Intelligenz zu konsultieren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Beratungsgesellschaft PwC, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Die bei der Frage mitgenannte Voraussetzung ist, dass der «Robo-Doktor» schneller und effizienter arbeitet als ein Arzt. 43 Prozent der Befragten meinten zudem, sie würden sich bei einem kleineren Eingriff sogar von einem Roboter operieren lassen. Jeder Vierte lehnt die Vorstellung eines...

Ärzte: Viele kleine Kinder daddeln am Handy

Statt Bilderbüchern flimmernde Smartphones im Kinderzimmer - da schrillen bei Kinderärzten die Alarmglocken. Schon für viele ganz kleine Kinder ist das Handy einer Studie zufolge ein Spielzeug. Weimar (dpa) - 70 Prozent der Kinder im Krippen- und Kita-Alter nutzen Ärzten zufolge das Handy ihrer Eltern mehr als eine halbe Stunde am Tag. Dies habe eine seit dem vergangenen Jahr laufende Studie in Kinderarztpraxen zum Medienkonsum bei Ein- bis Sechsjährigen ergeben, teilte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) am Freitag zum Auftakt eines Kongresses in Weimar mit. Für die...

Ärzteschaft begrüßt Start von staatlichem Cannabis auf Rezept

Berlin (dpa) - Deutschlands Ärzte begrüßen die Freigabe von staatlich kontrolliertem Cannabis auf Rezept. «Ich rechne mit einer gewissen Ausweitung der entsprechenden Therapien, doch in welchem Ausmaß ist offen», sagte der Chef der Sucht-Arbeitsgruppe der Bundesärztekammer,Josef Mischo, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Wir begrüßen als Ärzteschaft, wenn nun die therapeutischen Möglichkeiten erweitert werden.» In Deutschland wird Cannabis als Medizin nach einem neuen Gesetz von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) nun unter staatlicher Aufsicht vertrieben. Dazu steht eine...

Frauenärzte: Apotheker beraten bei Pille danach nicht ausreichend

Seit März 2015 gibt es die Pille danach auch rezeptfrei in der Apotheke. Die Beratung dort sei nicht gut genug, findet der Berufsverband der Frauenärzte mit Verweis auf die Statistik. Berlin (dpa) - Frauenärzte haben den Apothekern vorgeworfen, Frauen über die Wirkung der Pille danach nicht ausreichend aufzuklären. Zwar würden durch die Rezeptfreiheit mehr Präparate zur Notfallverhütung nach ungeschütztem Sex verkauft. Aber der Anteil, der wirkungslos bleibe, sei nach der Statistik höher als vorher, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring, der Deutschen...

Ärztekammer: Mehr als 2100 Behandlungsfehler nachgewiesen

Ärzte sind keine Pfuscher, aber auch sie machen Fehler: Die meisten offenbar bei Knie- und Hüft-Operationen und bei Unterschenkel- und Gelenkbrüchen. Zumindest gibt es hier die meisten Beschwerden von Patienten. Berlin (dpa) - Beschwerden über ärztliche Behandlungsfehler sind nach Angaben der Bundesärztekammer leicht rückläufig. Gingen 2012 bundesweit mehr als 12 200 Beschwerdeanträge ein, waren es 2015 etwas mehr als 11 800. In fast jedem sechsten Fall lag tatsächlich ein Behandlungsfehler vor, wie aus einer am Mittwoch vorgestellten Statistik der Bundesärztekammer hervorgeht. Dieser...

Ärztekammer: Meiste Behandlungsfehler bei Gelenkerkrankungen

Berlin (dpa) - Patienten werfen Ärzten am häufigsten bei Knie- und Hüftgelenkarthrosen sowie Unterschenkel- und Sprunggelenkbrüchen Behandlungsfehler vor. Dies geht aus einer Statistik der Bundesärztekammer hervor, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Im Jahr 2015 haben danach die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen bundesweit 7215 Entscheidungen zu mutmaßlichen Behandlungsfehlern getroffen - rund 500 weniger als im Vorjahr. In 2132 Fällen habe tatsächlich ein Fehler vorgelegen. In 1774 Fällen führte dies zu einem Gesundheitsschaden, der dann einen Anspruch des Patienten...

Medien: Pharmaindustrie bezahlte Ärzte für umstrittene Studien

Berlin (dpa) - Die Pharmaindustrie zahlt nach einem Medienbericht jährlich etwa 100 Millionen Euro an Ärzte in Deutschland für die Mitarbeit an umstrittenen Studien. Das geht aus einer gemeinsamen Datenauswertung von NDR, WDR und «Süddeutscher Zeitung» mit dem Recherchezentrum Correctiv.org hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Journalisten hatten alle in Deutschland gemeldeten sogenannten Anwendungsbeobachtungen von 2009 bis 2014 ausgewertet. Bei diesen Beobachtungen handelt es sich nach Einschätzung von Wissenschaftlern größtenteils um Scheinstudien an Patienten, die vor...

Reform des Medizinstudiums: Wie bringt man Hausärzte aufs Land?

Der Mangel an Ärzten auf dem Land führt inzwischen zu ernsthaften Infrastrukturproblemen. Mittelständler klagen bereits darüber, dass sie ohne ärztliche Versorgung keine Fachkräfte mehr bekommen. Berlin (dpa) - Deutschland treibt auf einen Ärztemangel auf dem Land zu. Bund und Länder wollen nun, wie im Koalitionsvertrag von Schwarz-Rot festgelegt, einen «Masterplan Medizinstudium 2020» erarbeiten, um gegen den Hausärztemangel anzugehen. Wenn dieser so kommt, wie diskutiert, wird es noch viel Streit geben. Warum muss der Staat reagieren? Inzwischen findet nur noch jeder zweite Hausarzt einen...

Allgemeinmediziner: Brauchen mehr Hausärzte und Reform des Studiums

Berlin (dpa) - Deutschland braucht nach den Worten des Frankfurter Allgemeinmediziners Ferdinand Gerlach dringend mehr Hausärzte. Um dies zu erreichen, müsse vor allem auch das Fach Allgemeinmedizin im Studium gestärkt werden, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) der Deutschen Presse-Agentur. «Wir stehen vor einer wirklich besorgniserregenden Entwicklung. Nur jeder zweite Hausarzt, der aus Altersgründen ausscheidet, findet derzeit einen Nachfolger.» Mehr und mehr Orte würden bei dieser Entwicklung künftig keinen Hausarzt haben. «Wir...

Ärzte: Allgemeinmedizin im Studium stärken

Berlin (dpa) - Um den Mangel an Hausärzten zu beheben, muss nach Einschätzung von Experten die Allgemeinmedizin im Studium gestärkt werden. Gelinge es, die Fachrichtung Allgemeinmedizin fester und zentraler in Studium und Weiterbildung zu verankern, könnte das bisher eher zurückhaltende Interesse junger Mediziner an dieser so wichtigen Richtung geweckt werden, erklärte die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) am Freitag in Berlin. Ihr Präsident, der Frankfurter Mediziner Ferdinand Gerlach, wies darauf hin, dass aktuell nur jeder zweite Hausarzt einen...