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Reinigungskräfte mit den meisten Fehltagen wegen Krankheit

Die Digitalisierung setze die Menschen unter Druck, heißt es immer wieder. Am Krankenstand ist dies aktuell noch nicht ablesbar. Reinigung, Verkehr, Logistik - hier lauern die größten Krankheitsrisiken. Berlin (dpa) - Reinigungskräfte sind am häufigsten krank - Beschäftigte im IT-Bereich dagegen besonders selten. Das zeigt der am Dienstag in Berlin vorgestellte «Gesundheitsreport 2016» des BKK-Dachverbands. Demnach waren 2015 mit 23 durchschnittlichen Fehltagen Reinigungskräfte die Spitzenreiter beim Krankenstand - gefolgt von Verkehrs- und Logistikangestellten mit 22 Tagen und Angehörigen...

Herzchirurg: Blutfette wohl doch nicht Ursache für Arterienverkalkung

Hannover (dpa) - Nicht Fette aus dem Blut, sondern Versorgungsstörungen an der Gefäßaußenwand führen einer neuen Theorie zufolge zu Arterienverkalkung. Der Herzchirurg Axel Haverich hat für diese These zur Entstehung von Arteriosklerose jahrelang Belege gesammelt. Seine Überlegungen veröffentlichte der Professor an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) am Dienstag in der Fachzeitschrift «Circulation». Bisher war man davon ausgegangen, dass die Arterien «verkalken», weil sich Blutfette an der Innenwand der Gefäße anlagern. Haverich ist dagegen überzeugt, dass dieses Cholesterin gar nicht...

Lieferengpässen bei zwei Dutzend Impfstoffen

Berlin (dpa) - Bei zwei Dutzend Impfstoffen zum Schutz vor verschiedenen Krankheiten gibt es derzeit Lieferengpässe. Betroffen sind etwa Impfstoffe gegen Grippe, Diphtherie, Tetanus oder Polio. Das geht aus einer Aufstellung des Paul-Ehrlich-Institut im Internet hervor, die das Institut am Dienstag mit bestimmten Empfehlungen für Alternativen ergänzt hat. Dennoch wandte sich eine Sprecherin des für Impfstoffe zuständigen Bundesinstituts gegen eine Warnung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, nach der die Bevölkerung nicht mit Basisimpfstoffen versorgt werden könne. «Bis zum...

Experte sagt auch 2017 steigende Krankenkassenbeiträge voraus

Berlin (dpa) - Nach einem Anstieg der Krankenkassenbeiträge 2016 müssen gesetzlich Versicherte nach einer Expertenschätzung auch weiter mit Steigerungen rechnen. Im kommenden Jahr dürfte der Durchschnittsbeitrag laut offizieller Schätzung zunächst um 0,2 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent steigen. Der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem sagte der «Bild»-Zeitung, im Jahr danach sei eine weitere Steigerung um 0,3 Prozentpunkte realistisch. Grund sei die Kostenentwicklung. «Bei eigentlich allen großen Kostenblöcken gehen die Ausgaben deutlich nach oben», sagte Wasem. «Ich rechne 2017 mit Mehrausgaben...

Laumann: Hilfsmittel für Patienten auf technischen Standard bringen

Berlin (dpa) - Der Patienten-Beauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), hat die Krankenkassen aufgefordert, ihr Angebot an Hilfsmitteln dem heutigen technischen Stand anzupassen. Er behalte sich weiter vor, die Tauglichkeit der angebotenen Hilfsmittel für Patienten wie Rollstühle, Rollatoren oder Windeln zu testen, sagte Laumann der Deutschen Presse-Agentur. Hintergrund sind anhaltende Beschwerden von Patientenverbänden, dass die angebotenen Windeln für Menschen mit Blasenschwäche zum Teil unzureichend seien. Die Betroffenen klagten darüber, dass die Windeln nach kurzer Zeit...

Ulla Schmidt: Geflüchtete Behinderte brauchen besonderen Schutz

Berlin (dpa) - Die frühere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat einen besseren Schutz von traumatisierten Frauen, Kindern und Behinderten in Flüchtlingseinrichtungen gefordert. Die Entscheider vor Ort, die die Flüchtlinge unterbringen, müssten darauf achten, dass der besondere Schutz dieser Menschen gewährleistet sei, sagte die SPD-Abgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. Aufgrund sexueller Gewalt traumatisierte Frauen, Schwangere, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder Behinderte bräuchten eine angemessene medizinische und soziale Versorgung. Die Versorgung dieser besonders...

Ersatzkassen verlangen Finanzreform der Krankenversicherung

Berlin (dpa) - Der Verband der Ersatzkassen (vdek) hat eine umfassende Reform der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gefordert. «Eine Finanzreform der GKV ist für uns ein ganz wichtiges Projekt, und wir hoffen, dass die große Koalition das jetzt noch aufgreift», sagte die Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner der Deutschen Presse-Agentur. Spätestens in der kommenden Wahlperiode sollte das Thema angegangen werden. Dabei seien für die Ersatzkassen drei Punkte wichtig. Erstens sollte man zur Beitragssatzautonomie zurückkehren. Das bedeute, dass die Verwaltungsräte der...

TK: Beitragszahler vor «Mondpreisen» bei Arzneimitteln schützen

Berlin (dpa) - Fünf Jahre nach Inkrafttreten der Reform des Arzneimittelmarktes hat die Techniker Krankenkasse (TK) bessere Interventionsmöglichkeiten des Staates gegen überhöhte Arzneimittelpreise verlangt. «Wir wollen Fortschritt, und die Pharmaindustrie soll auch vernünftige Gewinne machen. Aber es muss einen Schutz für die Beitragszahler gegen Mondpreise geben», sagte TK-Chef Jens Baas der Deutschen Presse-Agentur. In Preisverhandlungen seien die gesetzlichen Krankenkassen, zumal bei hoch wirksamen Präparaten wie dem Hepatitis-C-Medikament Sovaldi, «in einer schlechten Position». Nach...

AOK: Weniger Mandeln- und Blinddarm-OP - regionale Unterschiede

Berlin (dpa) - Jugendliche bekommen zwar nicht mehr so oft den Blinddarm oder die Mandeln herausgenommen wie früher. Aber nach wie vor gibt es erhebliche regionale Unterschiede bei der Zahl der Operationen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Dies könnten unter anderem Hinweise auf regionale Über- oder Unterversorgung sein sowie auf einen fehlenden gemeinsamen Maßstab, um die Notwendigkeit von OPs zu beurteilen. Nach dem Versorgungsreport ging die Zahl der Mandeloperationen bei Kindern und jungen...

Wieder weniger Abtreibungen - aber leichtes Plus im dritten Quartal

Wiesbaden (dpa) - In Deutschland treiben immer weniger Frauen ab. Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 1,8 Prozent auf 74 976 gesunken, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch berichtete. Im dritten Quartal 2015 ließen allerdings mehr Frauen eine Schwangerschaft beenden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres: Die Zahl der Abtreibungen stieg in diesem Vergleichsraum um 0,9 Prozent auf rund 24 100. Die Statistiker halten bei den Schwangerschaftsabbrüchen ein Quartal für wenig aussagekräftig. Die Zahl der Abtreibungen insgesamt...