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Verbraucherzentrale fordert paritätische Krankenversicherung

Berlin (dpa) - Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat sich für eine Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung je zur Hälfte durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgesprochen. Seit 2015 zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte einen festen Beitragssatz von 14,6 Prozent, den Zusatzbeitrag von derzeit 1,1 Prozent zahlen die Arbeitnehmer aber alleine. Die Verbraucher sollten die steigenden Kosten im Gesundheitswesen nicht allein tragen müssen, teilte der Verband in Berlin mit. Der Zusatzbeitrag fördere zwar den Wettbewerb der Kassen um niedrige Kosten. Viel wichtiger...

17 Prozent mehr Honorar für Hebammen

Berlin (dpa) - Freiberufliche Hebammen bekommen mehr Geld. Die Honorare für ihre Leistungen werden rückwirkend zum 15. Juli um rund 17 Prozent angehoben. Das hat die zuständige Schiedsstelle entschieden, nachdem Krankenkassen und Hebammenverbände zuvor zu keiner gemeinsamen Lösung gekommen waren. Für die Kassen sprach der GKV-Spitzenverband am Mittwoch von einem guten Ergebnis. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) kritisierte den Schiedsspruch hingegen. Er beklagte unter anderem, dass weitere Honorarerhöhungen bis zum Jahr 2020 ausgeschlossen sind. Zu dem Beschluss gehört auch die...

Versorgung psychisch kranker Menschen soll besser werden

Berlin (dpa) - Die Versorgung und Betreuung psychisch kranker Menschen sollen verbessert werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) verabschiedete das Kabinett am Mittwoch in Berlin. Gröhe erklärte, Versorgung und menschliche Zuwendung sollen durch Mindestpersonalvorgaben gestärkt werden. Andererseits sollen Behandlungen mit hohem Aufwand besser vergütet werden als weniger aufwendige Behandlungen. Die Versorgung von Menschen mit seelischen Leiden und die Vergütung der Leistungen sollen transparenter werden. Darüber hinaus sollen ambulante und...

Zahnärzte: Bewusstsein für Vorsorge verbessern

Berlin (dpa) - Die Zahnärzte haben die Bundesregierung aufgefordert, das Bewusstsein für die Vorsorge weiter zu stärken. Der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Wolfgang Eßer, sagte am Dienstag in Berlin, gerade bei Prävention im Bereich der Parodontose seien künftig wesentlich mehr Anstrengungen erforderlich. Allerdings habe sich der Präventionsgedanke in Deutschland bei der Zahngesundheit in der Vergangenheit schon deutlich verbessert. Eßer und der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Peter Engel, stellten eine Studie über die zahnärztlichen Leistungen 2013 im...

Bericht: Krankenkassen droht hohes Defizit durch Flüchtlinge

Berlin (dpa) - Den gesetzlichen Krankenkassen droht nach einem Zeitungsbericht ohne mehr Zuschüsse aus Steuergeldern ein hohes Defizit wegen des Flüchtlingszuzugs. Bereits in diesem Jahr werde eine Lücke von mehreren hundert Millionen Euro entstehen, weil der Bund für Flüchtlinge und andere Hartz-IV-Empfänger viel zu geringe Krankenkassenbeiträge überweise, schreibt die «Frankfurter Rundschau» (Mittwoch) unter Berufung auf eigene Recherchen. Im kommenden Jahre werde das Loch dann schon auf über eine Milliarde Euro anwachsen. Dem Bericht zufolge werden Flüchtlinge im Sozialsystem nach einer...

918 Milliarden Sozialausgaben - Kabinett beschloss Sozialbericht

Berlin (dpa) - Die Ausgaben für Sozialleistungen sind auch im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Sie legten gegenüber 2015 um 3,7 Prozent auf 918 Milliarden Euro zu. Das geht aus dem Sozialbericht 2017 von Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) hervor, der am Mittwoch im Kabinett verabschiedet wurde. Diese Leistungen entsprechen den Angaben zufolge 29,3 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP/2015: 29,2). Nach einer Prognose wird Ende kommender Legislaturperiode die Billionen Grenze überschreiten. Die Sozialausgaben werden dann bei 1,1 Billionen Euro liegen. Mehr als 80 Prozent der...

Bundesrat beschließt Krankenhausreform

Berlin (dpa) - Der Bundesrat hat am Freitag die umstrittene Krankenhausstrukturreform von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) passieren lassen. Das Gesetz, dem Anfang des Monats bereits der Bundestag zugestimmt hatte, sieht vor, dass es künftig für besonders gute Leistungen bei Operationen und Patientenversorgung Zuschläge geben soll. Schlechte Leistungen werden mit Abschlägen geahndet. Krankenhäuser, die durch anhaltend schlechte Qualität auffallen, laufen Gefahr, dass einzelne Abteilungen oder sogar das ganze Haus geschlossen werden. Auf diesem Wege sollen Überkapazitäten bei den...

Grüne warnen: Keine Schwächung der Patientenberatung

Berlin (dpa) - Die Grünen warnen die Bundesregierung und den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) davor, die unabhängige Patientenberatung zu schwächen. «Wenn Unabhängigkeit und Neutralität von Beratung in Konfliktfällen mit Krankenkasse oder Arzt nicht mehr gewährleistet ist, gerät der Patient mit seinem Anliegen ganz schnell ins Hintertreffen», sagte die Grünen-Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink der Deutschen Presse-Agentur. Die Leistungen der bisherigen Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) «waren in keinster Weise» zu beanstanden, fügt...

Gröhe bringt zwei wichtige Gesundheitsvorhaben auf den Weg

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat in der letzten Kabinettssitzung vor der Weihnachtspause zwei wichtige Gesundheitsthemen auf den Weg gebracht: das Versorgungsstärkungs- sowie das Präventionsgesetz. Im Zentrum des Versorgungsstärkungsgesetzes steht die Absicht, ausreichend Ärzte auch im ländlichen Raum anzusiedeln. Dies soll unter anderem durch finanzielle Anreize bewirkt werden, aber auch durch Verbesserung der Arbeitsbedingungen etwa in medizinischen Versorgungszentren. Andererseits soll in einem überversorgten Gebiet künftig eine Praxis nur dann nachbesetzt...

Spahn will sich um Erleichterungen für Pflegebedürftige kümmern

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will sich dafür einsetzen, dass mehr Pflegebedürftige Hilfen fürs Putzen, Einkaufen oder Spazierengehen in Anspruch nehmen können. «Manche pflegende Angehörige suchen vergeblich Hilfe», sagte der CDU-Politiker der «Hessischen Niedersächsischen Allgemeinen» (Samstag). «Darum sind wir mit den Ländern im Gespräch, wie Hilfsbedürftige den Entlastungsbetrag von 125 Euro einfacher nutzen können.» Sei Ziel sei es, den Familien zu helfen. Patientenschützer kritisieren, dass ein Großteil der 2,6 Millionen zu Hause versorgten...