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Kliniken verzichten auf Millionen für bessere Pflege

Berlin (dpa) - Trotz Pflegemangels an Krankenhäusern nützen die Kliniken eine millionenschwere Förderung für neue Schwestern und Pfleger nur etwa zur Hälfte. 2016 und 2017 wurden bislang 157 Millionen Euro in Anspruch genommen. Zur Verfügung stellen die Kassen aber rund 300 Millionen Euro. Das zeigt ein Bericht des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung zum sogenannten Pflegestellen-Förderprogramm. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. Die 97 Millionen Euro, die 2017 an die Kliniken geflossen seien, dienten dem Aufbau von 2228 zusätzlichen Pflegestellen. Das...

Patienten sollen von Hilfsmitteln nach neuerem Stand profitieren

Berlin (dpa) - Kassenpatienten sollen künftig bessere Informationen über Hilfsmittel wie Hörgeräte, Bandagen und Rollstühle bekommen - und Produkte nach neuem Anforderungsstand. Das Verzeichnis der Hilfs- und Pflegehilfsmittel mit 32 500 Produkten wurde nun generalüberholt, wie der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) am Dienstag in Berlin mitteilte. Daraus resultierten Verbesserungen für die Patienten - so dürften etwa Rollatoren in der Regel nur noch höchstens zehn Kilogramm wiegen, was das Benutzen erleichtere. Versicherte müssten zuerst über...

SPD gegen Spahn: Kein Abbau der Krankenkassen-Rücklagen

Berlin (dpa) - Die SPD bleibt bei ihrem Nein zum Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für einen Abbau von Milliarden-Rücklagen in der gesetzlichen Krankenversicherung. Beitragsenkungen seien wegen vorgesehener Mehrausgaben etwa für Verbesserungen der Pflege in Krankenhäusern nicht möglich, sagte SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach am Donnerstag in Berlin. «Der Spielraum ist nicht da.» Es ginge ohnehin nur um wenige Versicherte in einer Handvoll Versicherungen, also «mehr Nachricht als Wirkung». Spahn hatte angekündigt, Beitragszahler per Gesetz zum einen dadurch besser...

Erstmals mehr als eine Milliarde Gesundheitsausgaben pro Tag

Wiesbaden (dpa) - Die Gesundheitsausgaben in Deutschland haben im vergangenen Jahr erstmals die Marke von einer Milliarde Euro pro Tag überschritten. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, werden für 2017 Ausgaben von 374,2 Milliarden Euro prognostiziert. Das sei ein Anstieg um 4,9 Prozent im Vergleich zu 2016. Damals hatten sich die Gesundheitsausgaben um 3,8 Prozent auf 356,5 Milliarden Euro oder 4330 Euro je Einwohner erhöht. Dies entsprach einem Anteil von 11,3 Prozent am Bruttoinlandsprodukt, hieß es weiter. Die Behörde begründete die höhere Wachstumsrate...

Gesetzliche Kassen: Bevorzugung von Privatpatienten sanktionieren

Berlin (dpa) - Vor den entscheidenden Koalitionsverhandlungen von Union und SPD zum Thema Gesundheit fordern die Krankenkassen ein festes Sprechstundenkontingent für gesetzlich Versicherte. «Ein Arzt, der eine volle Zulassung für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat, sollte zukünftig mindestens 30 Sprechstunden wöchentlich für gesetzlich Krankenversicherte anbieten müssen», sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Johann-Magnus von Stackelberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Konkret wollen demnach die Krankenkassen erreichen, «dass die...

Betriebskrankenkassen kritisieren Beitragssenkungspläne

Berlin (dpa) - Die Betriebskrankenkassen (BKK) haben die geplante Senkung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags von 1,1 auf 1,0 Prozent kritisiert. Dies sei «kein positives Zeichen für ein solides finanzielles Wirtschaften in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), sondern eine Bestätigung der Verzerrungen im tatsächlichen Finanzierungssystem, erklärte der Vorstand des BKK Dachverbands, Franz Knieps, am Donnerstag in Berlin. Vielen Versicherten würden finanzielle Spielräume zur Beitragssenkung vorgegaukelt, die in der Praxis bei den allermeisten Krankenkassen nicht vorhanden...

Kassen investieren 700 Millionen in elektronische Gesundheitskarte

Berlin (dpa) - Die Krankenkassen zahlen allein im kommenden Jahr 700 Millionen Euro in die Infrastruktur des digitalen Gesundheitsnetzwerks - obwohl die elektronische Gesundheitskarte (eGK) immer noch nicht mehr kann, als Stammdaten zu verwalten. Das entspreche 10 Euro pro Versichertem, berichtet die «Bild»-Zeitung über entsprechende Berechnungen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV). «Die Karte lohnt sich erst, wenn sie Patienten und Ärzten hilft, Doppeluntersuchungen und Fehlmedikation vermeidet und Kosten spart»,sagte die Chefin der BKK VBU, Andrea Galle, der Zeitung. «Aber bis dahin ist...

Kassen investieren 700 Millionen in elektronische Gesundheitskarte

Berlin (dpa) - Die Krankenkassen zahlen allein im kommenden Jahr 700 Millionen Euro in die Infrastruktur des digitalen Gesundheitsnetzwerks - obwohl die elektronische Gesundheitskarte (eGK) immer noch nicht mehr kann, als Stammdaten zu verwalten. Das entspreche 10 Euro pro Versichertem, berichtet die «Bild»-Zeitung über entsprechende Berechnungen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV). «Die Karte lohnt sich erst, wenn sie Patienten und Ärzten hilft, Doppeluntersuchungen und Fehlmedikation vermeidet und Kosten spart», sagte die Chefin der BKK VBU, Andrea Galle, der Zeitung. «Aber bis ...

Gröhe fordert Ärzte zum Ende des Streits um Gebührenordnung auf

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat die Ärzteschaft zur Beendigung ihres Streits um eine neue Gebührenordnung aufgefordert. Öffentlicher Streit dürfe nicht denen das Geschäft erleichtern, die keine neue Gebührenordnung wollten, sagte Gröhe am Dienstag auf dem 119. Deutschen Ärztetag in Hamburg. Mit der Gebührenordnung (GOÄ) rechnen Ärzte insgesamt Milliardenbeträge für die Behandlung von Privatpatienten ab. Eine Reform des veralteten Regelwerks war trotz jahrelanger Verhandlungen zwischen Ärzten und privater Krankenversicherung im Frühjahr vorerst gescheitert....

Gröhe: Kein Anlass für «Alarmismus» bei Zusatzbeiträgen

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat erneut vor «Panikmache» bei den Krankenkassenbeiträgen gewarnt. Im Rahmen der Haushaltsberatungen im Bundestag sprach er am Donnerstag von falschen Zahlen über steigende Zusatzbeiträge und versicherte, für derartigen «Alarmismus» gebe es keinen Anlass. «Wir halten die Lohnzusatzkosten in Schach», sagte Gröhe und verwies darauf, dass die gesetzlichen Kassen im ersten Halbjahr einen Überschuss von 600 Millionen Euro erwirtschaftet haben. Vor einigen Wochen hatten Schätzungen für Unruhe gesorgt, wonach der durchschnittliche...