SchriftgrößeAA+A++
StartseiteSuche

Suche

AOKs machen Front gegen Spahns Pläne zu regionalen Kassen

Berlin (dpa) - Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) machen Front gegen die von Gesundheitsminister Jens Spahn geplante bundesweite Öffnung bisher regional begrenzter Kassen. Wer den Wettbewerb für eine bessere Versorgung stärken wolle, müsse Kassen mehr Spielräume für regionale Lösungen mit Ärzten und Kliniken einräumen, sagte der Chef des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, am Mittwoch. Dem Minister falle aber nur ein, regionale Kassen «als maßgebliche Player platt zu machen». Damit greife er bewährte föderale Strukturen an und schwäche auch massiv die Gesundheitsversorgung in der Fläche. ...

Neuer Anlauf für schnellere Entscheidungen über Kassenleistungen

Berlin (dpa) - Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will schnellere Entscheidungen über die Anerkennung neuer Behandlungsmethoden als Kassenleistung. Damit geht er erneut auf Konfliktkurs zu Akteuren des Gesundheitswesens. Der zuständige Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken soll dazu nötige Bewertungen künftig in zwei Jahren abschließen müssen - andernfalls soll das Ministerium direkt per Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrats entscheiden können. Das geht aus einem Änderungsantrag zum Gesetzentwurf für ein Implantateregister hervor, der der...

Kassenpatienten sollen künftig schneller Arzttermine bekommen

Berlin (dpa) - Kassenpatienten in Deutschland sollen künftig schneller an Arzttermine kommen: durch mehr Sprechstunden, zusätzliche Vermittlungsangebote und extra Anreize für die Mediziner. Der Bundestag soll dafür am Donnerstag ein umfassendes Gesetz der großen Koalition beschließen. So sollen Praxisärzte wöchentlich mindestens 25 statt 20 Stunden für gesetzlich Versicherte anbieten müssen. Telefon-Servicestellen zur Terminorganisation für Patienten, die in den Ländern bisher unterschiedlich arbeiten, sollen zudem zu einem Rund-um-die-Uhr-Angebot ausgebaut werden. Auch offene Sprechstunden...

Neuer Bluttest auf Brustkrebs vorgestellt

Heidelberg (dpa) - Ein neuer Bluttest soll Brustkrebs künftig besonders schonend erkennen können. Für das Verfahren seien nur wenige Milliliter Blut nötig, teilte das Universitätsklinikum Heidelberg mit. Bei der Untersuchung werden sogenannte Biomarker erkannt, die auf eine Krebserkrankung schließen lassen. Bei 500 untersuchten Brustkrebspatientinnen habe der Test in 75 Prozent der Fälle die Erkrankung korrekt angezeigt. Den Angaben zufolge soll das Verfahren noch in diesem Jahr in der Praxis angewendet werden. Die Ergebnisse sind allerdings nur schwer einzuschätzen. Nach Angaben des...

BKK Dachverband zur zweiten Anhörung zum Terminservice- und Versorgungsgesetz

Am 13. Februar 2018 findet die zweite Anhörung zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) statt. Der BKK Dachverband lehnt den per Kurzfassung eingebrachten Änderungsantrag, den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rigoros ab, mit 51 Prozent Hauptanteilseigner der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) zu werden und die Kassen haftbar zu machen für nicht von ihnen zu verantwortende Verzögerungen. „Der Vorschlag, der jetzt auf dem Tisch liegt, ist unausgereift, auch wenn die Kritik an den langwierigen Entscheidungsprozessen der gematik...

Erster Qualitätsvertrag zur Beatmungsentwöhnung (Weaning)

Sie sind umgeben von Schläuchen und Apparaten und dauerhaft in Gefahr, zu ersticken: Immer mehr Menschen in Deutschland werden in Kliniken oder zu Hause künstlich beatmet. Hochrechnungen von 2018 gehen bundesweit von 15.000 bis 30.000 Beatmungspatienten aus, die daheim versorgt werden. Hinzukommen mehrere Zehntausend stationäre Behandlungsfälle. Studien belegen jedoch, dass etwa 60 bis 70 Prozent dieser Menschen in Spezialkliniken von der Beatmung entwöhnt werden könnten. An diesem Punkt setzt der erste Qualitätsvertrag zur Beatmungsentwöhnung „Weaning“ an, den die...

Dachverband der Betriebskrankenkassen wählt neuen Aufsichtsrat und Erweiterten Vorstand

Sie sind nicht immer einer Meinung, vertreten unterschiedliche Interessen und arbeiten dennoch konstruktiv im Sinne der Betriebskrankenkassen im Aufsichtsrat des Dachverbands der Betriebskrankenkassen (BKK Dachverband) zusammen. Das Gremium bildeten bislang zehn Kassenchefs sowie jeweils fünf Versicherten- und Arbeitgebervertreter der Selbstverwaltung. „Ich bedanke mich ausdrücklich bei den bisherigen Mitgliedern für ihr Engagement, für sehr guten Input und innovative Ideen und vor allem für die immer kollegiale und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ sagt Franz Knieps, Vorstand des BKK...

Kassen laufen Sturm gegen Spahns Pläne für Neuorganisation

Berlin (dpa) - Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) laufen Sturm gegen die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgesehenen Änderungen bei der Organisation der Kassen. Die Pläne seien «ohne Maß und ohne Vernunft, falsch und gefährlich», erklärte der Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbands nach einer Sondersitzung am Mittwoch in Berlin. «Die Beitragszahler, also Versicherte und Arbeitgeber, sollen aus dem wichtigsten Entscheidungsgremium der Kranken- und Pflegeversicherung verbannt werden.» Das Ministerium plant unter anderem, dass im GKV-Verwaltungsrat...

Umfrage: Fehler und Fachchinesisch in Arztbriefen

Düsseldorf (dpa) - Unverständliche Arztbriefe aus dem Krankenhaus über den Zustand und die Therapie von Patienten bereiten vielen Hausärzten Kopfzerbrechen. Die Entlassungsbriefe sind häufig unstrukturiert, fehlerhaft, vage oder missverständlich formuliert und enthalten unbekannte oder doppeldeutige Abkürzungen. Das ist das Ergebnis einer Befragung von bundesweit 197 Ärzten durch Sprachwissenschaftler der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit Hausärzteverbänden. Demnach gaben fast alle befragten Hausärzte (98,5 Prozent) an, Arztbriefe manchmal...

Gemeinsame Pressemitteilung: Keine Streichung der Importförderklausel für Arzneimittel

Die Importförderklausel für Arzneimittel hat sich als Instrument für eine wirtschaftliche Arzneimittelversorgung bewährt. Jeglichen Bestrebungen, sie vollständig abzuschaffen, erteilen die Krankenkassenverbände eine klare Absage. Es ist unverständlich, warum einige Beteiligte, auch aus dem Lager der gesetzlichen Krankenversicherung, hier die finanziellen Interessen der Arzneimittelhersteller unterstützen. Der Vorschlag zur Änderung der Importförderklausel, wie er aktuell im Entwurf des Gesetzes für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) enthalten ist, stellt nach Auffassung...