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Wir kämpfen gemeinsam für die gute Versorgung unserer Versicherten!

42,3 Millionen Menschen oder 60,4 Prozent aller in einer gesetzlichen Krankenkasse Versicherten sind derzeit bei einer Betriebs-, Ersatz- oder Innungskrankenkasse versichert. Um Patienten auch in Zukunft gut versorgen zu können, kämpfen die drei Kassenarten gemeinsam für eine Reform des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA). Welche Auswege es aus dem aus ihrer Sicht ungerechten Verteilmechanismus des Gesundheitsfonds gibt, erläutern die Krankenkassen diesen Donnerstag auf ihrer gemeinsamen Pressekonferenz. Der Morbi-RSA wurde ursprünglich entwickelt, um die...

Unnötige Geheimniskrämerei um Auswirkungen des Morbi-RSA und Reformvorschläge. Daher: Transparenz zum Morbi-RSA endlich erhöhen!

Über den Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) werden jährlich mehr als 200 Mrd. Euro an die gesetzlichen Krankenkassen zur Finanzierung der Leistungsausgaben verteilt. Das ist erheblich mehr als der Länderfinanzausgleich im gleichen Zeitraum zwischen den Bundesländern umverteilt. Ziel des Morbi-RSA ist es, eine Rosinenpickerei (Risikoselektion) bei den Versicherten zu verhindern und faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den gesetzlichen Krankenkassen herzustellen. Ob der Morbi-RSA diesen Zielen allerdings gerecht wird, kann kaum einer sagen. Im vergangenen Jahr hat...

Unsinnige Subventionierung günstiger Zusatzbeiträge durch andere Kassen beenden. Daher: Reduktion des Einkommensausgleiches beim Zusatzbeitrag

Versicherte – ab 2019 auch die Arbeitgeber – zahlen den individuellen Zusatzbeitrag an „ihre Kasse“, damit diese die von ihnen erwartete Leistung erbringen kann. Was kaum einer weiß: Auch der Zusatzbeitrag wird von der Kasse zunächst an den Gesundheitsfonds abgeführt. Über einen Mechanismus werden die Finanzmittel von dort dann wieder an die Krankenkassen zurück verteilt – allerdings nicht in der Höhe, die sie ursprünglich beim Gesundheitsfonds abgeliefert hat. Der Grund: Seit 2015 findet ein vollständiger Einkommensausgleich statt. Das bedeutet, dass die Krankenkasse nur auf Basis des...

Der Morbi-RSA muss sicherstellen, dass Kassen nicht insolvent werden, weil ihre Versicherten innovative Arzneimittel oder teure Therapien benötigen. Daher: Einführung eines Risikopools.

Seitdem neue Arzneimittel wie Sovaldi® für die Behandlung von Hepatitis-C-Patienten eingesetzt werden können, haben diese Patienten erstmalig eine Chance auf Heilung ihrer Erkrankung. Davor mussten sie jahrelanger therapiert werden, ohne vollständig zu gesunden, und mit einem hohen Risiko leben, an Leberkrebs zu erkranken. Also eigentlich eine Erfolgsgeschichte mit gutem Ausgang für den betroffenen Patienten. Für die Krankenkasse, die diesen Patienten versichert, besteht jedoch leider ein nicht unerheblicher Wehrmutstropfen: Die Kosten für teure Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis-C...

Wettbewerbsverzerrungen als Folge nicht beeinflussbarer Faktoren reduzieren. Daher: Ausgleich auch für Faktoren verbessern, die eine Krankenkasse nicht beeinflussen kann

Der Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) soll faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den Krankenkassen herstellen und eine Rosinenpickerei bei der Auswahl der Versicherten vermeiden. Reichen die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht aus, um die Versorgung der Versicherten zu finanzieren, muss die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erheben. In einem fair ausgestalteten Ausgleich sollten die Voraussetzungen, ob und in welcher Höhe eine Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erheben muss, für alle gleich sein. Das ist derzeit jedoch nicht der Fall! So gibt es nach wie vor...

Einfallstore für eine Beeinflussung des Morbi-RSA bestehen weiterhin. Die bisher ergriffenen Maßnahmen reichen nicht aus. Daher: Manipulationsanfälligkeit des Morbi-RSA weiter reduzieren

Die Qualität der ärztlich dokumentierten Morbidität, also der Diagnosen eines Versicherten, ist im Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) von zentraler Bedeutung: So erhält eine Krankenkasse für die ambulante ärztliche Versorgung nur dann eine Zuweisung, wenn eine Krankheit in mindestens zwei Quartalen eines Jahres diagnostiziert und entsprechend kodiert wurde. Zudem ist die Höhe der Zuweisung abhängig vom festgestellten und kodierten Schweregrad einer Erkrankung. Geld gibt es auch nur für Diagnosen, die der Arzt als „gesichert“ ansieht, nicht für Verdachtsfälle. In...

Es muss beim Morbi-RSA um möglichst gute Versorgung gehen – daher: überflüssiges Kriterium „Erwerbsminderungsrentner“ streichen und somit Morbi RSA vereinfachen

Wie: redundantes, rein statistisches Hilfskriterium „Erwerbsminderungsrentner“ (EMG) streichen Warum: Das statistische Merkmal „Erwerbsminderungsrentner“ stammt noch aus dem RSA ab 2002. Dort hatte es als Hilfskonstrukt für einen indirekten Morbiditätsparameter seine Berechtigung Im heutigen, weiterentwickelten Morbi-RSA mit direktem Morbiditätsbezug ist es überflüssig, denn die dort berücksichtigten, vielen Diagnosen decken auch Erkrankungen der erwerbsgeminderten Versicherten ab. Das Festhalten am Hilfskonstrukt führt zu ungerechten Verzerrungen: Für...