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Bericht: «Pille danach» nicht im Online-Versandhandel

Berlin (dpa) - Die künftig rezeptfreie «Pille danach» wird es einem Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich nicht über Internet-Apotheken geben. Mehrere Ländergesundheitsminister wollten über den Bundesrat ein Versandhandelsverbot dieses Medikaments zur Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft erwirken, schreibt die «Welt» (Mittwoch). «Da der Anwendungserfolg am wahrscheinlichsten ist, je früher die Anwendung erfolgt, muss das Arzneimittel am besten unverzüglich zur Verfügung stehen», heißt es demnach in einem gemeinsamen Antrag der rot-grün regierten Länder Rheinland-Pfalz,...

Kassen erstatten für Haushaltshilfen weniger als den Mindestlohn

Fünf bis sechs Euro für privat organisierte Haushaltshilfen? Das hört sich nach einem klaren Verstoß gegen das Mindestlohngesetz an. Die Übeltäter sollen gesetzliche Kassen sein. Doch die wehren sich. Berlin (dpa) - Der CDU-Sozialflügel und die Gewerkschaft Verdi werfen großen gesetzlichen Krankenkassen vor, bei Haushaltshilfen gegen das Mindestlohngesetz zu verstoßen. Der Branchenführer Techniker Krankenkasse (TK) etwa erstattet seinen Versicherten für ihre Hilfen 5,25 Euro pro Stunde statt den Mindestlohn von 8,50 Euro. Ein Sprecher der Kasse mit den meisten Versicherten in Deutschland...

Kieler Keim-Erkrankungen gehen auf einen Erreger zurück

Kiel (dpa) - Der Keim-Befall von 31 Patienten im Uniklinikum Schleswig-Holstein in Kiel mit einem multiresistenten Erreger geht auf einen einzigen Menschen zurück. Das fanden Forscher der Kieler Universität nach eigenen Angaben heraus. Es sei erstmalig gelungen, das Erbgut des Ausbruchsstamms Acinetobacter baumannii zu entziffern, berichtete Prof. Andre Franke vom Institut für Klinische Molekularbiologie. Analysen bestätigten, dass alle Infektionen im Dezember und Januar auf denselben Erregerstamm zurückgehen. In Kiel starben von den 31 Patienten mit dem Erreger 13 - davon 10 den Ärzten...

Krankenhäuser beklagen Milliardendefizit ihrer Notfallambulanzen

Berlin (dpa) - Die Krankenhäuser in Deutschland beklagen, dass sie beim Betrieb ihrer überlasteten Notfallambulanzen noch draufzahlen. Für einen ambulanten Notfall würden den Kliniken durchschnittlich 32 Euro erstattet, dem gegenüber stünden aber Kosten von mehr als 120 Euro, kritisierte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, am Dienstag in Berlin. Dies führe bei rund 10 Millionen ambulanten Notfällen zu nicht gedeckten Kosten von einer Milliarde Euro. Hinzu komme, dass die Notaufnahmen immer mehr zum «Lückenbüßer» für die eigentlich zuständigen...

Arzneimittelmarktreform: Erfolgsrezept oder Innovationsbremse?

Vor vier Jahren hat Schwarz-Gelb den Arzneimittelmarkt neu geregelt. Stark steigende Ausgaben setzten das gesamte Gesundheitssystem unter Druck. Inzwischen hört man wieder die alten Klagen. Berlin (dpa) - Das sogenannte Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) soll die Ausgaben der Krankenkassen für Medikamente eindämmen. Die einen sehen darin eine «kleine Revolution». Die anderen warnen, auf diese Weise würden Innovationen der Pharmabranche für Patienten ausgebremst. Die Kassen konnten aufatmen - zumindest vorübergehend. Vier Jahre nach Einführung des AMNOG klagen sie jetzt aber...

Arzneimittelmarktreform: «Kleine Revolution» oder Innovationsbremse?

Vor vier Jahren sah sich Schwarz-Gelb gezwungen, die Kosten für Arzneimittel zu dämpfen. Heute stellt sich die Frage, inwieweit das Gesetz dazu (AMNOG) Erfolgsmodell oder Innovationsbremse ist. Berlin (dpa) - Der CDU/CSU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn hat die vor vier Jahren in Kraft getretene Arzneimittelmarktreform als «eine kleine Revolution» gewürdigt. Das kostendämpfende Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) «bedeutete das Ende der Mondpreise für Medikamente», sagte Spahn der Deutschen Presse-Agentur. Seither werden die Preise für neue Arzneimittel zwischen Herstellern...

Bundesregierung: Kein Anlass für Änderung bei Krankschreibung

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will die Regeln für Krankschreibungen in Deutschland nicht ändern. Ein Sprecher des zuständigen Arbeitsministeriums sagte am Montag in Berlin, man halte die Regelung so, «wie sie ist, für angezeigt, sinnvoll und nützlich». Auch die Arbeitgeber sehen keinen Handlungsbedarf. Das Ministerium reagierte auf Äußerungen von Medizinern der Universität Magdeburg, die für eine Lockerung der Regeln bei Krankschreibungen plädiert hatten. Beschäftigte sollten sich für die Dauer von bis zu einer Woche selbst krankmelden können, zitierte die «Welt am Sonntag» das...

Die Grippe ist da

Berlin (dpa) - Ausgeknockt von jetzt auf gleich: Wen die Grippe erwischt, der wandert meist auf direktem Wege ins Bett. In den vergangenen Tagen ging das vielen so: Die Virusinfektion hat sich im gesamten Bundesgebiet ausgebreitet. Bis zum 10. Februar gab es seit Beginn der diesjährigen Grippesaison insgesamt fast 11 000 bestätigte Fälle - die meisten davon im Osten und Süden. Eine Woche zuvor waren es noch rund 6400. «Stark erhöhte Influenza-Aktivität», meldet die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des Robert Koch-Instituts (RKI) in ihrem jüngsten Wochenbericht bundesweit. «Insgesamt hat...

Immer mehr Väter bleiben mit krankem Kind zu Hause

Hamburg (dpa) - Wenn ihr Kind krank ist, bleiben immer mehr Väter zu Hause. Innerhalb der letzten fünf Jahre habe sich ihr Anteil nahezu verdoppelt, teilte die DAK-Krankenkasse am Donnerstag in Hamburg mit. Rund 90 000 DAK-Versicherte reichten 2014 Anträge für das sogenannte Kinderpflege-Krankengeld ein, fast 20 Prozent der Antragsteller waren Väter. 2009 waren es nur 10 Prozent. Das gehe aus einer aktuellen Statistik der DAK hervor. «Auch wenn die Frauen immer noch deutlich öfter zu Hause bleiben, zeigt die moderne Familienpolitik langsam Wirkung», sagte DAK-Pressesprecher Jörg Bodanowitz. ...

Krankenkassen mit Hersteller einig über Erstattung für Sovaldi

Berlin (dpa) - Die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben sich mit dem US-Pharmaunternehmen Gilead auf einen Erstattungsbetrag für das Hepatitis-C-Präparat Sovaldi verständigt. Dies teilte der GKV-Spitzenverband am Donnerstag in Berlin mit. Die Vereinbarung über das bisher sehr teure, aber auch hoch wirksame Präparat gelte für drei Jahre. Der vom 23. Januar an rückwirkend vereinbarte Erstattungsbetrag solle zeitnah veröffentlicht werden. Es sei eine Staffelung verabredet worden, die in den zwei folgenden Jahren zu weiteren Einsparungen führe. Um den Kompromiss sei sieben Monate gerungen...