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Weit mehr Steuereinnahmen als geplant - Neue Schätzprognose

Das endgültige Ergebnis der Steuerschätzung wird zwar erst am Donnerstag verkündet: Aber schon jetzt steht fest: Der Fiskus kann deutlich mehr erwarten, als noch im November vorhergesagt. Berlin/Saarbrücken (dpa) - Bund, Länder und Kommunen können bis zum Jahr 2019 mit wesentlich mehr Steuereinnahmen rechnen als bisher geplant. Die zusätzlichen Einnahmen im Vergleich zur Prognose im November könnten sich auf etwa 40 Milliarden Euro und mehr summieren, wie zu Beginn der Mai-Steuerschätzung am Dienstag in Saarbrücken aus Expertenkreisen verlautete. Vor allem Länder und Kommunen dürften von dem...

Studie: Herzmedikamente mit Digitalis steigern Sterblichkeit

Herzmedikamente aus der Fingerhut-Pflanze gehören zu den ältesten Arzneien überhaupt. Über die Risiken wird schon länger diskutiert. Jetzt erhärtet eine Studie den Verdacht auf Gefahren. Patienten sollten aber solche Arzneien nicht eigenmächtig absetzen. Frankfurt/Main (dpa) - Gängige Herzmedikamente aus der Fingerhut-Pflanze bergen anscheinend größere Gefahren als bislang bekannt. Eine Metastudie zum Wirkstoff Digitalis deutet darauf hin, dass Arzneien mit dem Inhaltsstoff die Sterblichkeit von Patienten mit Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz im Vergleich zu anderen Mitteln um...

Organspende-Skandale in Deutschland

Göttingen (dpa) - In Deutschland haben mehrere Skandale das Vertrauen in die Transplantationsmedizin erschüttert und die Bereitschaft zur Organspende zurückgehen lassen: Juli 2012: Es wird bekannt, dass zwei Mediziner der Göttinger Universitätsklinik im großen Stil Akten gefälscht und die eigenen Patienten beim Empfang von Spenderlebern bevorzugt haben sollen. August 2012: Nach neuen Erkenntnissen soll einer der verdächtigen Mediziner schon von 2004 bis 2006 an der Regensburger Uniklinik vor Leber-Transplantationen Krankendaten manipuliert haben. September/Oktober 2012: Prüfer am Münchner...

Die Lehre aus dem Skandal - Organvergabe transparenter denn je

Der Prozess um den Organspende-Skandal von Göttingen geht zu Ende. Schon vor dem Urteil in dem Verfahren gegen einen Transplantationsmediziner steht fest: Manipulationen, wie sie dem Angeklagten vorgeworfen werden, sind heute kaum noch möglich. Göttingen (dpa) - Der Skandal um manipulierte Patientendaten an der Uniklinik Göttingen erschütterte das Vertrauen in die Organspende. Politik und Ärzteschaft waren gleichermaßen entsetzt, als im Sommer 2012 bekanntwurde, dass ein Leberchirurg seine Patienten auf dem Papier kranker gemacht haben soll, als sie waren, um schneller an Spenderorgane zu...

Ärztekammer: Reformen nach Organspende-Skandal greifen

Göttingen (dpa) - Knapp drei Jahre nach Bekanntwerden des Göttinger Organspende-Skandals sehen Experten große Fortschritte. Die Reformen im deutschen Transplantationssystem hätten auch eine Abschreckungsfunktion, betonte der Vorsitzende der Ständigen Kommission Organtransplantation bei der Bundesärztekammer, Hans Lilie. «Kein Chirurg wird mehr Manipulationen wagen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Mediziner wüssten, dass sonst ihre Karriere zu Ende wäre. Der Göttinger Organspende-Skandal war im Sommer 2012 bekanntgeworden. Ein Leberchirurg soll seine Patienten auf dem Papier...

Neue Schlaganfall-Therapie kann dauerhafte Schäden verhindern

Glasgow (dpa) - Ein relativ neuer Eingriff bewahrt Ärzten zufolge viele Schlaganfallpatienten vor dauerhaften Behinderungen. Bei der sogenannten endovaskulären Therapie müsse man etwa vier bis sechs Patienten behandeln, um einem ein unabhängiges Leben zu ermöglichen, sagt Joachim Röther, Sprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. «In der Medizin ist das ein unglaublich gutes Ergebnis.» Bei der Therapie, die in Deutschland bereits durchgeführt wird, schiebt ein Neuroradiologe einen Mikrokatheter bis zum betroffenen Blutgefäß und zieht das entstandene Gerinnsel heraus. Eine wenige...

IBM soll Gesundheits-Daten von Apple-Geräten auswerten

Cupertino (dpa) - Apple holt sich für die Auswertung von Gesundheits-Daten seiner Nutzer Hilfe von IBM. Der Computerkonzern soll mit seinen gewaltigen Rechenkapazitäten die Informationen analysieren. Die Daten sollen anonymisiert und sicher gelagert werden, betonte IBM am späten Montag. Darauf könnten dann Forscher sowie Entwickler von Fitness- und Gesundheits-Apps zugreifen. Der Computerkonzern will außerdem Gesundheits-Anwendungen für Unternehmen entwickeln. Apple-Nutzer können mit HealthKit ihre Gesundheits-Daten sammeln und verknüpfen. Dort werden Daten aus verschiedenen Apps zusammen...

Kinderwunschzentren werden immer später aufgesucht

Berlin (dpa) - Männer und Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch entscheiden sich immer später für eine künstliche Befruchtung. 1997 waren Frauen bei einer solchen Behandlung im Schnitt 32,6 Jahre alt. 2013 entschieden sie sich erst im Alter von etwa 35 Jahren für diese Methode, wie aus jüngst verfügbaren Zahlen aus dem sogenannten IVF-Register hervorgeht. Experten sehen das skeptisch. «Das optimale Fruchtbarkeitsalter liegt immer noch bei unter 30 und nicht über 30 Jahren», sagte Tina Buchholz, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin. Auch bei den Männern, die...

Masern: Gröhe droht mit möglichem Impfzwang

Ungeachtet der Appelle von Ärzten und Politikern breiten sich die Masern weiter aus. Nun droht Gesundheitsminister Gröhe mit einer möglichen Impfpflicht. Australien plant drastische Schritte. Berlin/Sydney (dpa) - Angesichts der nach wie vor hohen Zahl an Masern-Erkrankungen hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) Impfverweigerern mit einem Impfzwang gedroht. Nicht impfen sei verantwortungslos, sagte Gröhe der Deutschen Presse-Agentur und dem NDR und fügte hinzu: «Wir müssen auch der Panikmache einiger Impfgegner entgegentreten». Er erläuterte: «Wer ohne medizinische Notwendigkeit...

Gefahr im Krankenhaus: Forscher warnen vor multiresistenten Keimen

Berlin (dpa) - Es ist das Horrorszenario im Krankenhaus: Ein Patient ist mit einem Keim befallen und kein Antibiotikum hilft. Es sind zwar nur wenige Bakterien, gegen die die Medizin keine Mittel mehr hat. Doch sobald ein Befall in einer Klinik bekanntwird, schrillen alle Alarmglocken. Wie in Kiel, wo im Universitätsklinikum im Januar 31 Patienten positiv auf den gefährlichen Erreger Acinetobacter baumannii getestet wurden. Oder jüngst in Düsseldorf, wo auf einer Kinder-Intensivstation Vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE) bei mehreren Säuglingen nachgewiesen wurden. Wie viele Patienten...